Tanzverbot im Stream  (Foto: Twitch @Tanzverbot)

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Tanzverbot reagiert auf "Sorry" von Orangemorange

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Niklas Behrend
Niklas Behrend  (Foto: SWR DASDING)
Kim Patro
Profilbild von Kim (Foto: SWR DASDING)

Orangemorange hatte im Stream Tanzverbots Adresse geleakt. Dagegen will Tanzverbot weiter rechtlich vorgehen.

Daran ändert auch die Entschuldigung von Orangemorange nichts. Zumal sich die Frage stellt, wie glaubhaft der plötzliche Sinneswandel des Casino-Streamers ist, nachdem dieser wochenlang gegen Tanzverbot geschossen hatte und ihm und seiner Freundin sogar indirekt unterstellte, Drogen zu nehmen. So reagierte Tanzverbot auf die Entschuldigung von Kevin Bongers, wie Orangemorange eigentlich heißt:

Was denkt der jetzt, was ich mache? Denkt der, ich gehe Montag zum Anwalt und sage: Hey, der Kevin hat sich entschuldigt und ich glaube, wir können die Sache sein lassen.

Das Statement von Orangemorange

Der Streamer erklärte, dass Tanzverbot eine Entschuldigung für den Adressen-Leak verdiene. Gleichzeitig kündigte er an, Verständnis für Tanzverbot zu haben, falls dieser seine Entschuldigung nicht annehmen möchte. Krass: Orangemorange behauptet, er könnte sich vorstellen, die Kosten zu tragen, wenn Tanzverbot umziehen muss. Dabei hatte er den Adressen-Leak vor ein paar Tagen noch konsequent abgestritten:

Ebenso weise ich den Vorwurf des Address leaks von mir. Es war eine öffentliche Anzeige von Immoscout oder so, hab mir lediglich eine Wohnung rausgesucht.

Wird Orangemorange jetzt auf Twitch gebannt?

Das könnte möglicherweise nicht passieren, denn: Der Adressen-Leak fand auf der Plattform Kick statt. In den Twitch-Nutzungsbedingungen steht, dass man Doxxing-Vorfälle, also das Leaken von privaten Infos, nur auf der eigenen Plattform verfolgt.

Für rechtliche Konsequenzen sind die Behörden zuständig. Medienanwalt Christian Solmecke meint, dass Orangemorange mit seinem Leak gegen den Datenschutz verstoßen hat und Tanzverbot Schadensersatz forden könnte. Außerdem würde eine Persönlichkeitsrechtsverletzung vorliegen.

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Auf Twitch sind jeden Tag Millionen Leute, die entweder selber streamen oder Livestreams anschauen. Oft geht es um Gaming - damit hat Twitch im Jahr 2011 angefangen. Seit 2014 gehört der Streaming-Dienst zum Amazon-Konzern. Wenn ein bekannter Streamer oder ein Unternehmen auf Twitch zum Beispiel News bekannt gibt, dann ist das für und eine Nachrichtenquelle. Auch Events auf Twitch können ein News-Thema für uns sein.

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