Jaroslaw Kaczynski Polen PiS-Parteichef (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/AP | Czarek Sokolowski)

Politik

Polen will 1.320.000.000.000 Euro von Deutschland

STAND
AUTOR/IN
Shayan Mirmoayedi
NEWSZONE-Redakteur Shayan Mirmoayedi (Foto: SWR, privat)

Die Zahl da oben heißt 1,3 Billionen. Warum fordert die polnische Regierung so viel Geld?

Im Zweiten Weltkrieg hat Nazi-Deutschland viele Verbrechen begangen. Die Nationalsozialisten ermordeten Millionen von Menschen und überfielen unter anderem Polen. Eine Studie im Auftrag der polnischen Regierung hat die für Polen entstandenen Kriegsschäden jetzt beziffert: Umgerechnet 1,3 Billionen Euro. Zum Vergleich: Das ist rund drei Mal so viel, wie die Bundesregierung jährlich ausgibt. Das weiß auch der Chef der polnischen Regierungspartei PiS und sagte:

Wenn man bedenkt, dass solche Reparationen über Jahrzehnte gezahlt werden, ist dies für die deutsche Wirtschaft ein Betrag, den sie stemmen kann und der sie nicht übermäßig belastet.

Die Auswirkungen des deutschen Überfalls würden bis heute anhalten, bekräftigte Jaroslaw Kaczynski.

Deutschland lehnt das ab

Für die Bundesregierung ist die Angelegenheit bereits geklärt. Polen habe vor langer Zeit, 1953, auf weitere Reparationen verzichtet und dies mehrfach bestätigt. Die deutsche Regierung betont dabei, dass Deutschland zu seiner moralischen Verantwortung für den zweiten Weltkrieg steht. Auch der polnische Oppositionspolitiker und ehemalige EU-Ratspräsident Donald Tusk kritisiert die Forderung der PiS-Partei:

PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski macht kein Geheimnis daraus, dass er mit dieser antideutschen Kampagne den Rückhalt für die Regierungspartei ausbauen will.

Weitere News findest du hier:

Russland-Ukraine-Krieg In der Ukraine starten wieder die Schulen!

Trotz teilweise komplett zerstörter Schulen soll der Unterricht in der Ukraine heute wieder beginnen.  mehr...

Tagesthemen Das Erste

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Die ARD - das sind zehn öffentlich-rechtlichen Rundfunksender in Deutschland zusammen. Dazu gehören zum Beispiel der SWR (Südwestrundfunk), der BR (Bayrische Rundfunk) und der WDR (Westdeutscher Rundfunk). Die ARD-Journalisten berichten in Radio, Fernsehen, Internet und über Social Media, was in ihrer Region oder auch weltweit passiert. Außerdem gibt es Redaktionen für spezielle Themen zum Beispiel die Politik in Deutschland oder Gerichtsentscheidungen in Karlsruhe oder Sendungen wie Tagesschau oder Sportschau.

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

STAND
AUTOR/IN
Shayan Mirmoayedi
NEWSZONE-Redakteur Shayan Mirmoayedi (Foto: SWR, privat)