Viele Pommes liegen auf Backpapier. (Foto: IMAGO, IMAGO / AFLO)

Kartoffel-Streit

Keine Pommes bei IKEA? - Was hinter der Aufregung steckt

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AUTOR/IN
Mario Demuth
Mario Demuth (Foto: privat)

Es ging los mit einem Foto auf Twitter, dann folgten aufgeregte Kommentare. Schließlich äußerte sich IKEA selbst.

Gleich vorweg: Nein! Ikea hat KEIN Pommes-Verbot in seinen Shops verhängt. Das gab eine Sprecherin des Unternehmens bekannt. Pommes sind demnach einzig in Würzburg und Bremerhaven nicht mehr erhältlich, weil es die Filialen dort selbst entschieden haben. In den restlichen 52 IKEA-Shops in Deutschland gibt es sie weiterhin.

Wie alles begann

Ein Foto eines Hinweisschildes aus dem IKEA-Shop in Würzburg löste in den letzten Stunden eine größere Empörungswelle im Netz aus. Auf dem Hinweis steht: "Wir verzichten bewusst auf Pommes." Dann wird erklärt, warum:

Eine Portion Pommes Frites verursacht in der Verarbeitung und Zubereitung über viermal so viel CO2 wie eine Portion Salzkartoffeln.

Gepostet hat das Bild der Blogger Boris Reitschuster. In der Vergangenheit fiel er allerdings unter anderem mit Fake-News zur Corona-Pandemie auf. Reitschuster kommentierte sein Foto so: "Ich verzichte bewußt auf Läden, die mich belehren und bevormunden wollen".

Die einen regts auf, die anderen lachen drüber

Viele Leute haben auf den Tweet reagiert. Sie stimmten dem Blogger zu oder waren genervt. Viele andere haben sich einfach nur über die ganze Aufregung lustig gemacht. Eine Autorin legte dem Blogger sogar den Verzicht auf Twitter nahe, weil dort ja auch keine Pommes angeboten werden:

Reitschuster, der aufrechte Kämpfer gegen Cancel Culture, will jetzt IKEA canceln - wegen Pommes. Oder eher: keiner Pommes. Er verzichtet ab jetzt auf IKEA, weil die keine Pommes mehr verkaufen. Lieber Boris! Weisst Du, wer ebenfalls keine Pommes verkauft? Genau: TWITTER! Na? https://t.co/ov8paeJ9CW

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