Anfang des Monats hat die israelische Armee eine Bodenoffensive in Rafah gestartet. Jetzt werden die Lebensmittel knapp.

Israel-Hamas-Krieg

Rafah: Die Vereinten Nationen verteilen keine Lebensmittel mehr

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Max Stokburger
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Tari Weber
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Anfang des Monats hat die israelische Armee eine Bodenoffensive in Rafah gestartet. Jetzt werden die Lebensmittel knapp.

Die Vorräte in Rafah seien aufgebraucht, teilte das UN-Hilfswerk für Palästina (UNRWA) am Dienstag auf X mit. Deshalb kann die UN-Einrichtung erst einmal keine Lebensmittel mehr in der Stadt im Süden des Gazastreifens verteilen. Es gebe Versorgungsengpässe und Unsicherheiten. Auch über den Behelfshafen an der Küste seien seit zwei Tagen keine Lieferungen aus den USA mehr gekommen. In Rafah harren wohl noch Hunderttausende Flüchtlinge aus.

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Abeer Etefa vom UN-Welternährungsprogramm WFP hat gesagt, dass im zentralen Gazastreifen noch begrenzt Lebensmittelpakete verteilt werden. In den nächsten Tagen seien aber auch diese aufgebraucht. Die humanitären Maßnahmen im Gazastreifen stünden kurz vor dem Zusammenbruch. Unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert von Israel, die Beschränkungen für Hilfslieferungen in den Gazastreifen aufzuheben.

💡: Vor zwei Wochen hatte Israel den Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten geschlossen.

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