EIn Altar ist in den Farben des Regenbogens erleuchtet. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Fabian Strauch)

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Katholische Reli-Lehrer dürfen jetzt offen schwul sein

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Leo Eder
Leo Eder (Foto: )

Das Privatleben von Religionslehrern soll keine Rolle mehr spielen. Auch Kritik an der Lehre soll erlaubt werden.

Sie sind lesbisch, schwul oder trans* - und dürfen das bisher nicht offen leben. Jedenfalls wenn sie als katholische Religionslehrer arbeiten wollen. Seit 1973 gilt diese Rahmenbedingung, die jetzt gekippt werden soll.

LGBTQ-Personen dürfen Religion unterrichten

Die Deutsche Bischofskonferenz hat eine neue Musterordnung für die sogenannte "Missio canonica" beschlossen. Darunter versteht man unter anderem die Berufung der katholischen Religionslehrer. Und die darf künftig offen homosexuellen oder trans* Lehrkräften nicht mehr ohne Weiteres entzogen oder verweigert werden. Dasselbe gilt dann übrigens auch für Leute, die geschieden sind und wieder geheiratet haben.

Auch theologisch begründete Kritik und Zweifel an der Lehre sind laut der neuen Ordnung für Lehrkräfte nicht mehr ausgeschlossen. Sie müssen sich künftig also nicht mehr so zurückhalten und sind freier in ihrer Lebensgestaltung.

Wie schwer es bisher Menschen aus dem LGBTQ-Spektrum in der katholischen Kirche haben, kannst du in der Doku "Wie Gott uns schuf" sehen:

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