MArio Draghi (Foto: IMAGO, IMAGO / ZUMA Press)

Italien

Regierungschef will zurücktreten - darf aber nicht

STAND
AUTOR/IN
Johannes Seiler
Johannes Seiler Profilbild (Foto: DASDING, Johannes Seiler)

Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi will zurücktreten. Staatspräsident Mattarella hat das aber abgelehnt.

In Italien regiert eigentlich ein Bündnis aus mehreren Parteien. Eine von ihnen: die 5-Sterne-Bewegung. Doch diese unterstützt den aktuellen Ministerpräsidenten Draghi nicht mehr. Bei einem Misstrauensvotum, also einer Abstimmung, ob der Präsident gute Arbeit macht, war die Partei nicht da. Die 5-Sterne-Bewegung scheint dem Ministerpräsidenten also nicht mehr zu vertrauen.

Und die anderen Parteien?

Andere Parteien des Bündnisses hatten gesagt, wenn die 5-Sterne-Bewegung den Präsidenten nicht mehr unterstützt, bringe es nichts mehr, gemeinsam weiter zu arbeiten. Besser wären Neuwahlen. Deswegen hat Draghi beim Präsidenten Sergio Mattarella seinen Rücktritt eingereicht.

Rücktritt abgelehnt

Der Staatspräsident Mattarella, der den Rücktritt genehmigen muss, hat das aber abgelehnt. Draghi soll dem Parlament Bericht erstatten und die Lage bewerten. Was das für die Italiener und Italienerinnen heißt und wie es weiter geht, ist jetzt erst mal unklar.

Vor ein paar Tagen hat der britische Staatschef Boris Johnson seinen Rücktritt erklärt. Ganz schön was los in Europa:

Politik Boris Johnson tritt zurück: Warum das ein großes Ding ist

Immer wieder gab es Kritik für seine Politik. Jetzt reagiert der britische Staats-Chef: Es ist ein Rücktritt mit Haken.  mehr...

DASDING DASDING

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Die ARD - das sind zehn öffentlich-rechtlichen Rundfunksender in Deutschland zusammen. Dazu gehören zum Beispiel der SWR (Südwestrundfunk), der BR (Bayrische Rundfunk) und der WDR (Westdeutscher Rundfunk). Die ARD-Journalisten berichten in Radio, Fernsehen, Internet und über Social Media, was in ihrer Region oder auch weltweit passiert. Außerdem gibt es Redaktionen für spezielle Themen zum Beispiel die Politik in Deutschland oder Gerichtsentscheidungen in Karlsruhe oder Sendungen wie Tagesschau oder Sportschau.

STAND
AUTOR/IN
Johannes Seiler
Johannes Seiler Profilbild (Foto: DASDING, Johannes Seiler)