Autos stauen sich an der Grenze zu Finnland - viele Russen wollen ausreisen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Lehtikuva | Lauri Heino)

Russland-Ukraine-Krieg

Soll Deutschland russische Kriegsdienstverweigerer aufnehmen?

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Russland zieht Tausende Reservisten zum Militär ein. Viele wollen das nicht und fliehen.

Flüge ins Ausland sind ausgebucht, an den Grenzen zu den Nachbarstaaten Finnland, Georgien und Kasachstan bilden sich Autoschlangen. Was soll mit den Leuten passieren, die nicht für den russischen Präsidenten Wladimir Putin in den Krieg ziehen wollen? Mehrere deutsche Parteien sind dafür, sie schnell und unkompliziert aufzunehmen.

Das sagt die deutsche Politik

Ein Politiker der Grünen meinte in der "Rheinischen Post": Wer sich nicht als Soldat an dem mörderischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligen möchte und deshalb aus Russland flieht, dem muss in Deutschland Asyl gewährt werden. Mitglieder von der SPD und der CDU haben sich dem angeschlossen.

Auch Innenministerin Nancy Faeser ist sicher, dass Kriegsdienstverweigerer Schutz in Deutschland finden können, weil ihnen in Russland schwere Strafen drohen.

Putins Menschenverachtung macht vor den eigenen Soldaten nicht halt, die er in diesen mörderischen Krieg gegen die ukrainische Zivilbevölkerung schickt. Von schweren Repressionen bedrohte #Deserteure erhalten im Regelfall daher internationalen Schutz in Deutschland.

Kritik am Krieg und an der Politik sind in Russland nicht erwünscht:

Russland-Ukraine-Krieg Demos gegen Teilmobilisierung: 1.300 Russen werden festgenommen!

Am Mittwoch hatte Wladimir Putin verkündet, dass 300.000 Russen zusätzlich in den Krieg müssen, doch...  mehr...

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