Das Saarland hat in seiner Landesverfassung das Wort "Rasse" gestrichen. (Foto: IMAGO, IMAGO / BeckerBredel)

Politik

Erstes Bundesland streicht "Rasse" aus der Verfassung

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Kim Patro
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Judith Bühler  NEWSZONE-Team (Foto: SWR DASDING)

Das Saarland hat seine Landesverfassung geändert. Unter anderem ist das Wort "Rasse" rausgeflogen.

Bisher stand im Artikel 12 der Landesverfassung:

Niemand darf wegen [...] seiner Rasse [...] benachteiligt oder bevorzugt werden.

In Zukunft heißt es stattdessen:

"aufgrund rassistischer Zuschreibungen"

Die Änderung sei eine "wichtige sprachliche Korrektur", sagte ein CDU-Abgeordneter. Denn menschliche Rassen gibt es nicht, der Begriff ist demnach falsch. SPD und CDU hatten für die Änderung gestimmt.

Die AfD war dagegen

Der Grund? Es sei unnötig und werde nichts ändern. Es gehe nur um "woke Befindlichkeiten", die damit bedient würden, heißt es von einem AfD-Abgeordneten.

Weg mit "Rasse": Auch im Grundgesetz?

  • Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag stehen, dass sie den Begriff aus dem Grundgesetz streichen will.
  • Einen Gesetzesentwurf gibt es dafür aber noch nicht.

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