Schiedsrichter mit Pfeife im Mund (Foto: DASDING, IMAGO, IMAGO / Wolter)

WTF?!

Schiri pfeift und der Spieler kassiert 2.500 Euro

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Weil der Pfiff des Schiedsrichters zu laut war, klagt der Spieler auf Schmerzensgeld und bekommt Recht.

Es ist Oktober 2018, gekickt wird in der Kreisliga B bei der SpVgg Sonnenberg II - ganz in der Nähe von Wiesbaden. Zu Gast ist die Spieler vom 1. SC Klarenthal II. Im Spiel geht es heiß her, es kommt zu Rudelbildung.

Schiedsrichter Pierre Hackler stößt einen lauten Pfiff in seine Trillerpfeife, um die Spieler auseinander zu bringen. Offensichtlich zu laut! Ein Spieler aus Klarenthal steht in der Nähe und hat seitdem einen Schaden am linken Ohr. Er klagt auf Schadenersatz.

Das ist die Strafe

Der Schiedsrichter kriegt vom Gericht 80 Sozialstunden aufgebrummt - die hat er schon abgeleistet. Außerdem muss er noch 2.500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Verstehen tut Hackler das nicht - schließlich werde jedes Wochenende auf tausenden Plätzen in Deutschland gepfiffen. Erst letzten Samstag habe sich Bayern-Spieler Alphonso Davies die Ohren zugehalten bei einem Pfiff des Schiri.

Keine Unterstützung vom Verband

Enttäuscht ist der Schiri vom Hessischen Fußball-Verband: Von dem gibt es keine Reaktion und keine Unterstützung. Hackler musste die Strafe selbst bezahlen, auch wenn er eigentlich nur seinen Job gemacht hat.

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