Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unterhält sich bei seinem Rundgang auf dem DFB-Campus mit DFB-Vizepräsidentin für Gleichstellung und Diversität Celia Sasic. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/DFB | Thomas Boecker)

Equal Pay

Scholz: "Wie kann man mehr Mädchen für Fußball begeistern?"

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Leo Eder
Leo Eder (Foto: )

Der Bundeskanzler ist Fan der Frauen-Nationalmannschaft - und will, dass sie genauso viel wie das Männer-Team verdient.

Nur neun Tage nach dem verlorenen EM-Finale hat Bundeskanzler Olaf Scholz den neuen Campus des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) besucht - und die Fußballerinnen wieder gelobt: "Die Frauen haben unser Land ganz erfolgreich vertreten, ich war tief berührt."

Fußball weit weg vom "Equal Pay"

Er fragt sich aber auch: "Wie kann man mehr Mädchen für Fußball begeistern?" Dabei spielen die Prämien eine Rolle, meint er. Also das, was die Spielerinnen und Spieler für Erfolge in den Turnieren verdienen. Die Männer hätten zum Beispiel als EM-Sieger im vergangenen Jahr 400.000 Euro pro Person bekommen - die Frauen diesmal nur 60.000.

Der Erfolg der @DFB_Frauen bei der EM hat bei vielen Mädchen den Gedanken ausgelöst: "So will ich auch werden." Das ist toll, so etwas hält unsere Gesellschaft zusammen. Beim @DFB-Besuch haben wir auch besprochen, wie man das unterstützen kann, etwa mit #EqualPay bei Prämien. https://t.co/TGVhzU0I8y

Beim DFB stieß Scholz anscheinend auf offene Ohren:

Ich bin zumindest bereit, in unseren Gremien mit den Vertretern und Vertreterinnen der A-Nationalmannschaften darüber zu reden, ob unser über Jahrzehnte gewachsenes Prämiensystem noch zeitgemäß ist (...) und es gegebenenfalls auch angepasst werden kann.

Männer-Mannschaft bringt mehr Geld

Es müsse aber auch "zur Kenntnis" genommen werden, "dass trotz gleicher Tätigkeit die Märkte immer noch sehr unterschiedlich sind", sagte Neuendorf. Damit meint er: Durch das Männer-Team wird sehr viel mehr eingenommen. Das hatte auch Oliver Bierhoff, der DFB-Geschäftsführer, immer wieder gesagt.

Scholz hatte sich während der EM schon für gleiches Gehalt für Fußballerinnen und Fußballer ausgesprochen:

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Der SID (Sport-Informations-Dienst) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AFP und AP.

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