Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor Kabinattstagung auf Schloss Meseberg.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Chris Emil Janßen)

Russland-Ukraine-Krieg

Scholz eine "beleidigte Leberwurst"?!

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Kanzler Scholz hat eine Reise in die Ukraine aktuell ausgeschlossen. So reagiert der ukrainischen Botschafter darauf.

Die Diskussion um einen Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz in Kyjiw hört nicht auf: Scholz hat am Abend nochmal betont, dass er keine Reise geplant hat. Im ZDF sagte er auch warum: Der Grund ist, die Ausladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der wollte im April nach Kyjiw, war dort aber nicht willkommen.

Es kann nicht funktionieren, dass man von einem Land, das so viel militärische Hilfe, so viel finanzielle Hilfe leistet [...] dass man dann sagt, der Präsident kann aber nicht kommen.

So reagiert der ukrainische Botschafter

Dem ukrainischen Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hat diese Aussage gar nicht gepasst: "Eine beleidigte Leberwurst zu spielen, klingt nicht sehr staatsmännisch", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Es sei kein Kindergarten, sondern gehe um den brutalsten Vernichtungskrieg seit dem Nazi-Überfall auf die Ukraine.

Darf er das?

Es ist nicht das erste Mal, dass der ukrainische Botschafter Deutschland für seine Haltung im Ukraine-Krieg so heftig kritisiert. Viele Menschen und auch einige Politiker finden, dass er damit seine Funktion als Botschafter überschreitet. Ein Diplomat sollte zwischen den Ländern eher vermitteln.

Warum Scholz nicht in die Ukraine reisen will, erklärt er hier:

Bundeskanzler Scholz hat keine Pläne, nach Kiew zu reisen. Die Ausladung von Bundespräsident Steinmeier "steht der Sache im Weg". #wasnun @ZDF https://t.co/YAARC5xS6e

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