Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Mario Draghi stehen in Irpin in der Ukraine und schauen umringt von Soldaten und Journalisten mit versteinerten Minen auf zertörte Häuser. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)

Russland-Ukraine-Krieg

Bundeskanzler Scholz ist in die Ukraine gereist

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Zusammen mit den Regierungschefs von Frankreich, Italien und Rumänien sah Scholz sich die Zerstörungen im Land an.

Ziel der Reise war vor allem Solidarität mit der Ukraine zu zeigen und über eine Aufnahme des Landes in die EU zu sprechen.

Besuch im zerstörten Ort Irpin

So lief der Besuch ab:

  • Scholz und die Regierungschefs aus Frankreich und Italien kamen mit einem Sonder-Nachtzug in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw an.
  • Kurz danach gab es für 30 Minuten Luftalarm in Kyjiw. Am Nachmittag war nochmal Luftalarm.
  • Erste Station des Besuchs war der Ort Irpin. Ähnlich wie in Butscha wurden dort nach dem Rückzug russischer Truppen fast 300 tote Menschen gefunden. Viele wurden offenbar hingerichtet.
  • Scholz verurteilt das, was in Irpin geschehen ist. Er erklärte: "Das sagt sehr viel aus über die Brutalität des russischen Angriffskriegs, der einfach auf Zerstörung und Eroberung aus ist."
  • Danach haben die vier europäischen Regierungschefs mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen.

Die Ergebnisse


  • Scholz sagte, Deutschland wird weiter Waffen liefern. Konkrete Details nannte er nicht.
  • Auch der französische Präsident kündigte weitere Waffenlieferungen an.
  • Scholz und die drei anderen Regierungschefs sind dafür, dass die Ukraine Beitrittskandidat für die EU wird. Das ist ein erster Schritt, um später Mitglied der EU werden zu können.

Wer hat Scholz begleitet?

Diese vier europäischen Staatschefs sind gemeinsam in die Ukraine gefahren:

  • Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz
  • Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
  • Italiens Regierungschef Mario Draghi
  • Rumäniens Präsident Klaus Iohannis

Das Bild oben zeigt Scholz und die anderen Regierungschefs in Irpin. Auf dem folgendem Foto siehst du Scholz, wie er den ukrainischen Präsidenten Wolodymiyr Selenskyj in Kyjiw begrüßt:

Bundeskanzler Olfa Scholz läuft in Kiew mit ausgestreckter Hand zur Begrüßung auf den ukrainischen Präsident Wolodymiyr Selenskyj zu. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)
picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Und hier sind die Beratungen mit Selenskyj zu sehen:

Der ukrainische Präsident Wolodymiyr Selenskyj, Bundeskanzler Olaf Scholz, Frankreich Präsident Emmanuel Macorn, Italiens Regierungschef Mario Draghi und Rumäniens Präsident Klaus Iohannis sitzen an einem runden Tisch in Kiew.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)
picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Späte Reise von Scholz nach Kyjiw

Seit Tagen gab es Gerüchte, dass Bundeskanzler Scholz bald in die Ukraine reisen wird. Aus Sicherheitsgründen wurde das genaue Datum bis zuletzt geheim gehalten. Dass er bisher noch nicht dort war, dafür wurde Scholz immer wieder kritisiert.

In diesem Video kannst du noch weitere Details zum Besuch von Scholz in der Ukraine erfahren:

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