Eine Frau faltet die Hände in einem Stacheldrahtzaun.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Future Image)

Studie

SO viele Menschen sind in "moderner Sklaverei" gefangen

STAND
AUTOR/IN
Melissa Koser
Profilbild Melissa Koser (Foto: DASDING, privat)

Rund 50 Millionen leben in Zwangsarbeit. Die Zahl ist in den letzten fünf Jahren um 25 Prozent gestiegen.

Was ist "moderne Sklaverei"? In dem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation der Uno (ILO) steht, dass:

  • 28 Millionen Menschen zu einer Arbeit gezwungen werden
  • 22 Millionen Menschen in erzwungenen Ehen leben und dort vor allem als Hausbedienstete ausgenutzt werden

Frauen und Kinder sind am meisten gefährdet. Jeder fünfte betroffene Mensch ist ein Kind.

Warum sind die Zahlen so krass gestiegen?

Der Klimawandel, die bewaffneten Konflikte plus die Pandemie haben sich laut ILO heftig auf die Beschäftigung und Bildung ausgewirkt. Konsequenz sei "eine Zunahme extremer Armut und erzwungener und unsicherer Migration". Demnach seien Migranten mehr als dreimal so häufig von Zwangsarbeit betroffen wie andere Menschen. Während der Großteil der Zwangsarbeit privat stattfinde, gebe es auch staatliche Zwangsarbeit.

Ein aktuelles Beispiel: Die Vorwürfe gegen die WM in Katar. Die Regierung soll von den Menschenrechtsverletzungen gewusst haben.

Hier geht's zur News:

Fußball-WM Vorwürfe: Zwangsarbeit in Katar - auch bei der FIFA

Erst Tote bei Bauarbeitern, jetzt Zwangsarbeit bei Security: Wieder Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen in Katar.  mehr...

DASDING Dein Nachmittag DASDING

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Wenn Personen, Vereine oder Unternehmen Neuigkeiten direkt kommunizieren, dann ist das eine Nachrichten-Quelle für uns. Das können zum Beispiel exklusive Interviews oder Pressemitteilungen sein. In der Regel kennzeichnen wir bereits im Text, auf welche Quelle wir uns konkret beziehen – vor allem dann, wenn es keine zweite unabhängige Bestätigung zu der Neuigkeit gibt.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

STAND
AUTOR/IN
Melissa Koser
Profilbild Melissa Koser (Foto: DASDING, privat)