Während einer Demonstration gegen den Tod von mindestens 23 Menschen an der Grenze zwischen Melilla und Marokko werden auf dem Callao-Platz in Madrid Slogans gerufen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/AP | Manu Fernandez)

Spanien

Tausende protestieren gegen Tod von Migranten in Melilla

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Melissa Koser

Mindestens 23 Migranten starben beim Versuch, nach Spanien zu gelangen. Aufnahmen der Ereignisse sorgen für Empörung.

Vor einer Woche versuchten Migranten, den Grenzzaun zwischen Marokko und Melilla zu überwinden. Dabei sollen vor allem die marokkanischen Sicherheitskräfte äußerst brutal gegen die Schutzsuchenden vorgegangen sein. Offiziell kamen mindestens 23 Menschen ums Leben.

Zur Orientierung: Melilla ist eine spanische Stadt, die an der nordafrikanischen Küste liegt und an Marokko grenzt.

Zahl der Toten wahrscheinlich höher

Videos und Fotos, die in den Tagen danach auftauchten, zeigen weitere vermeintliche Opfer. Die spanische Staatsanwaltschaft kündigte eine Untersuchung an.

Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, die brutalen Bilder zu zeigen.

Proteste in Spanien und Marokko

Unter anderem in Madrid, Barcelona und Malaga versammelten sich Menschen und trugen Schilder mit der Aufschrift "Grenzen töten" und "Kein Mensch ist illegal". In der marokkanischen Hauptstadt Rabat war ebenfalls eine Demonstration geplant.

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