Ein Kreuz steht bei einem Open-Air-Segnungsgottesdienst für Liebende vor der Kirche Christi Auferstehung. Im Hintergrund ist eine Regenbogenfahne zu sehen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Henning Kaiser)

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500.000 Euro Spielschulden - von der Kirche bezahlt?!

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Ein Priester häufte massig Spielschulden an. Warum nun Opfer sexueller Gewalt darunter leiden.

Ganze 500.000 Euro verspielte ein Priester. Aus den Schulden holte ihn die Kirche, genauer gesagt das Erzbistum Köln. Das Geld wurde aus einem kirchlichen Sondertopf genommen, aus welchem unter anderem Opfer sexueller Gewalt entschädigt werden. Dafür steht die Kirche jetzt in der Kritik.

Kampf für Opfer sexueller Gewalt

60 Prozent der Betroffenen würden mit weniger als 20.000 Euro abgespeist, während anderweitig Millionen "für die privaten Spielschulden eines Priesters verschleudert werden", sagte die Sprecherin der Initiative Maria 2.0, Maria Mesrian. Sie fordert, dass die Kirche Missbrauchsfälle aufklärt und dass Frauen Priesterinnen werden können.

Der ganze Schaden: 1,15 Millionen Euro

Für den überschuldeten Priester flossen laut dem Sprecher des Erzbistums im Endeffekt ganze 1,15 Millionen Euro aus verschiedenen Töpfen der Kirche, da der ursprüngliche Betrag noch versteuert werden musste.

Kurz zum Verständnis:
Ein Bistum ist ein kirchlicher Verwaltungsbezirk bestehend aus mehreren Pfarrgemeinden. Mehrere Bistümer werden zu einer Kirchenprovinz zusammengefasst, an dessen Spitze der Erzbischof mit seinem Erzbistum steht. Die Entscheidungen im Erzbistum dienen als Grundlage für die Entscheidungen in den anderen Bistümern.

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