Feminismus

Sterilisation mit 27? Frauenärztin hat sie weggeschickt

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Zilan Hatun
Autorenprofil Zilan Hatun (Foto: SWR, privat Zilan Hatun)

Saskia Rieger aus Winnenden möchte keine Kinder. Um sich operieren zu lassen, musste sie den Arzt wechseln.

Saskia weiß schon lange, dass sie keinen Kinderwunsch hat. Ihre Hobbys und die Arbeit sind ihr wichtiger. Für sie ist klar: Sie möchte eine Sterilisation. Ihre Frauenärztin gab ihr jedoch eine "riesige Standpunkte" bei dem Wunsch. "Kein vernünftiger Arzt" würde sie so jung sterilisieren. Sie solle sofort die Praxis verlassen.

Sterilisation im jungen Alter? Schwierig

Jeder Arzt darf selbst entscheiden, ob er diesen Eingriff durchführt. Auch der Bundesverband der Frauenärzte sagt, dass eine Sterilisation unter 30 Jahren nur durchgeführt werden sollte, wenn medizinische Gründe vorliegen. Die Sorge ist, dass Frauen eine Sterilisation später bereuen. Es gibt keine Garantie, sie rückgängig zu machen. Bei einer Studie 1998 in den USA wurden 11.000 Frauen befragt, die bei der Sterilisation jünger als 30 Jahre waren. Jede Fünfte bereute ihre Entscheidung.

My body, my choice

Die Leiterin von Pro Familia in Stuttgart findet es nicht in Ordnung, dass Frauen sehr viele Ärzte abklappern müssen, bis ihr Wunsch respektiert wird. Nach umfassender Beratung findet sie, es ist die eigene Entscheidung der Frauen. Saskia wiederum konnte sich in einer anderen Frauenarztpraxis vor einem Jahr sterilisieren lassen - sie ist glücklich damit.

Hier siehst du Saskias ganze Geschichte:

Erfolg in Deutschland - Ärzte dürfen im Internet über Abtreibungen informieren, ohne sich strafbar zu machen:

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Jetzt ist es safe: Ärzte dürfen im Internet über Abtreibungen informieren und es soll mehr Ökostrom geben.

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