Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kiel-Russee, ziehen im strömenden Regen einen von Windböen umgeknickten Baum mit einem Seil auf den Boden. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Axel Heimken)

Unwetter

Durch Sturm "Zeynep" sind auch in Deutschland Menschen gestorben

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Ferdinand Vögele
Ferdinand Vögele (Foto: )
Judith Bühler
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Durch Orkantief "Zeynep" sind in Deutschland mindestens drei Menschen gestorben. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind allerdings recht glimpflich davongekommen.

Zwei Todesopfer gab es in Nordrhein-Westfalen. Dort war ein Mann mit seinem Auto gegen einen Baum geprallt, der auf der Straße lag. Ein weiterer Mann starb, weil sich sein Auto überschlagen hatte. Wahrscheinlich war eine Windböe schuld.

Ein drittes Todesopfer gab es in Niedersachsen. Ein Mann war vom Dach gefallen, als er nach heruntergefallenen Ziegeln schauen wollte.

Rheinland-Pfalz: Verletzte und Stromausfall durch Sturm "Zeynep"

Bei Dernau im Landkreis Ahrweiler waren ein Mann und eine Frau auf einem Traktor unterwegs. Ein umherfliegender Gegenstand hatte die Windschutzscheibe durchschlagen und beide wurden durch Glassplitter verletzt.

In Rheinland-Pfalz gab es außerdem mehrere Stromausfälle durch den Sturm und einzelne Zugverbindungen waren ausgefallen.

"Zeynep" deckt in Stuttgart ein großes Blechdach ab

In Stuttgart Nord hat der starke Wind große Teile des Dachs von einem Mehrfamilienhaus losgerissen. Die knallten auf Autos, die auf der Straße geparkt hatten und beschädigten sie.

Teile eines Dachs liegen in Stuttgart auf geparkten Autos (Foto: Andreas Rosar)
Im Stuttgarter Norden riss der Wind ein Blechdach von einem Mehrfamilienhaus. Andreas Rosar

In Stuttgart war außerdem kurz die Stadtbahn ausgefallen. Auch in Karlsruhe stand ein Teil der Stadtbahn still. Es gab aber Ersatzverkehr.

Bahn stoppt Verkehr in Norddeutschland und NRW

Schon am Nachmittag hatte die Bahn den Verkehr im Norden und in NRW komplett eingestellt. Tickets können kostenfrei storniert werden. Es wird wohl mindestens bis zum Samstagvormittag dauern, bevor die Bahn dort wieder fährt, sagte das Unternehmen.

⚠️ Hinweis: Der #Bahnverkehr ist im Norden Deutschlands und in weiten Teilen NRWs bis mindestens Samstag Vormittag eingestellt. Aktuelle Infos: https://t.co/rnaSSELCgU und https://t.co/j7vLplli3M. Kostenlose Hotline: 08000996633. #Unwetter

Sieben weitere Tote in Großbritannien, Irland und den Niederlanden

Auch in anderen Ländern Europas gab es Todesopfer durch den Sturm. In Großbritannien und den Niederlanden starben jeweils drei Menschen, ein weiterer Mann in Irland. Hauptsächlich durch umstürzende Bäume.

Im Norden Frankreichs gab es wegen des Sturms einen Stromausfall in 130.000 Haushalten.

Spitzengeschwindigkeiten von über 145 km/h

Der Wind, den Sturmtief "Zeynep" brachte, war ganz schön schnell! Auf dem Brocken im Harz wurde der deutschlandweite Spitzenwert von 145,8 Kilometer pro Stunde gemessen. An der Nordsee waren es 143,3 km/h.

In der zweiten Nachthälfte soll der Sturm dann nachlassen. Es bleibt aber auch am Samstag stürmisch, sagt der Deutsche Wetterdienst.

Quellencheck

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Der Deutsche Wetterdienst ist eine Behörde von Deutschland. Er ist dafür zuständig, das Wetter in Deutschland zu erfassen und unter anderem bei Sturm oder Ähnlichem die Menschen zu warnen.

Der SWR ist der Südwestrundfunk. Er ist öffentlich-rechtlich und gehört mit anderen Sendern (wie zum Beispiel WDR und BR) zusammen zur ARD. Dort arbeiten Journalisten, die zu aktuellen Themen direkt mit Betroffenen sprechen und bei Behörden und Unternehmen kritisch nachfragen. Der SWR wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert und arbeitet unabhängig von Werbung und Politik.

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

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