Ein Preisschild weist neben dem Verkaufspreis auch den «wahren Preis» in einem Supermarkt aus.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd)

Nachhaltigkeit

In diesem Supermarkt zahlen die Leute freiwillig mehr Geld!

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Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt (Foto: )

Stell dir vor, jedes Produkt hat zwei Preisschilder und du darfst wählen, wie viel du bezahlst. Was würdest du machen?

Die doppelten Preisschilder gibt es wirklich. Und zwar im Supermarkt "De Aanzet" in Amsterdam. Ein Preis zeigt den normalen Supermarkt-Preis. Der zweite Preis zeigt, wie viel das Produkt wirklich kosten würde, wenn man alle Kosten miteinberechnet, die bei der Herstellung oder beim Transport entstehen. Das sind zum Beispiel:

  • bessere Tierhaltung
  • Wasserverschmutzung
  • Schäden am Boden
  • CO2-Ausstoß
  • Entschädigung für zu niedrige Löhne

So viel teurer wäre es!

Der Supermarkt arbeitet mit der Initiative "True Price" zusammen. Um zu erklären, was genau gemeint ist, gibt es eine Beispiel-Rechnung. Dafür haben sich die Verantwortlichen eine Rose aus Kenia ausgesucht. Die kostet etwa 70 Cent. Davon bekommen die Arbeiter nur zwei Cent. Würden sie einen fairen Lohn bekommen und die Umweltschäden bei der Produktion ausgeglichen, müsste man im Laden rund einen Euro für die Rose zahlen.

Daran sieht man, dass es manchmal gar nicht so viel mehr kostet, wenn man auf Nachhaltigkeit achtet. Aber: Natürlich gibt es auch Produkte, die durch die zusätzlichen Kosten sehr viel teurer werden würden, als sie es bisher sind - zum Beispiel Fleisch und Milch.

Was denkst du:

Würdest du im Supermarkt freiwillig mehr zahlen?

So kannst du nachhaltiger einkaufen und kochen:

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