Die freiwilligen Helferinnen Sister Harding (l) und Sister Miller der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage dürfen nach ihrer Arbeit in der Ausgabestelle der Tafel in der Drewitzer Straße auch Lebensmittelspenden mit nach Hause nehmen.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Jens Kalaene)

Rheinland-Pfalz

Alles teurer: Heftig viele Menschen brauchen die Tafeln

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Judith Bühler
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Inzwischen kommen rund 70.000 Bedürftige zu den Tafeln in Rheinland-Pfalz - nicht nur, weil Lebensmittel so teuer sind.

Zum Jahresbeginn waren es hier noch 54.000 Menschen, die Hilfe brauchen. Das sind laut zuständigem Tafel-Verband 30 Prozent mehr, wie die Deutschen Presse-Agentur berichtet. Und: Eigentlich wären es wohl noch mehr Menschen. Aktuell nehme rund ein Drittel der Tafeln gar niemand Neues mehr an.

Viele der neuen Kunden seien ukrainische Geflüchtete. Aber auch Einheimische würden verstärkt kommen, die Unterstützung suchen. Der Grund: die hohen Preise für Lebensmittel, aber auch Strom, Gas und Co. Neben Lebensmitteln gibt es bei den Tafeln auch andere Dinge, die man fürs alltägliche Leben braucht - zum Beispiel Windeln oder Klamotten.

Wie kann den Tafeln geholfen werden?

Die Vorsitzende des Tafel-Verbandes will, dass das Land Rheinland-Pfalz mehr unterstützt. Wenn die Tafeln Lebensmittel abholen, kostet das Sprit und das wiederum jede Menge Geld. Andere Bundesländer helfen laut ihr mit Geld. Ein anderer Punkt: das Mindesthaltbarkeitsdatum. Aktuell werfen viele Händler zum Beispiel Milchprodukte weg, die noch gut sind - und zwar wenn das Datum überschritten ist. Das hat rechtliche Gründe. Würde die Politik das ändern, könnten die Tafeln die Produkte an bedürftige Menschen verteilen, sagt sie.

Wenn alles teurer wird, nennen das Fachleute Inflation. Hier haben wir erklärt, was das ist:

Steigende Preise machen aktuell vielen Menschen zu schaffen. An Lösungen wird gearbeitet:

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