Draufsicht auf einen Tisch mit Kaffee, Notebook und Händen auf der Tastatur. (Foto: IMAGO, IMAGO / Addictive Stock)

TikTok-Trend

"Quiet Quitting" - Was hat es damit auf sich?

STAND
AUTOR/IN
Aslı Kaymaz
Asli Kaymaz (Foto: DASDING)

Quiet Quitting ≠ stilles kündigen? Was bedeutet das und welche Rolle spielt "Hustle Culture" dabei?

Der Begriff "Quiet Quitting" klingt zunächst negativ. Dahinter steckt jedoch ein Mindset, das äußerst gesund sein kann. Auslöser für diesen Trend sind Burnouts und Post-Covid-Maßnahmen von Arbeitgebern, die solche verursachen. Kurz zusammengefasst bedeutet "Quiet Quitting" nämlich Dienst nach Vorschrift. Also:

  • Einhalten von Arbeitszeiten und keine unbezahlten Überstunden
  • Keine Extra-Arbeit, die nicht zu deinem Job gehört
  • Eigene Kapazität bei der Arbeit nicht überschreiten und auch mal "Nein" sagen, wenn du nicht mehr kannst

Für einige Menschen quasi: normal arbeiten. Andere hingegen deuten dies als:

"Low performing"

Diese Gefahr sehen einige Arbeitgeber in diesem Trend: eine Ausrede, um weniger oder unproduktiv zu arbeiten. Hier grenzen sich die Begriffe jedoch ab. Während ein "Low Performer" unter 30 Prozent der vereinbarten Arbeit leistet (was auch als Kündigungsgrund gilt), erbringen "Quiet Quitter" den ausgemachten Umfang an Aufgaben und fallen dabei nicht im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen zurück.

Positive Reaktionen

Auf TikTok gibt es inzwischen viele Videos dazu - auch aus Arbeitgeber-Perspektive. Einige begrüßen, dass ihre Mitarbeitende Grenzen bei der Arbeit ziehen und somit ihre körperliche und geistige Gesundheit schützen. Das Ziel ist es aus der "Hustle Culture" auszusteigen, denn diese steht dafür, dass man sein Leben für die Arbeit aufgibt und sich hauptsächlich über den Job definiert.

Ob die Bewegung positive Auswirkungen auf die Industrie haben wird? Aktuell wird nämlich anderes gefordert:

Job Arbeitgeber: Du sollst mehr und bis 70 arbeiten!

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, will, dass alle länger und mehr arbeiten.  mehr...

Die junge Nacht DASDING

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Viele Personen, Unternehmen und Vereine sind auf TikTok aktiv. Sie teilen in den Videos, die sie hochladen, auch Infos über sich selbst. Die Videos können zu einer Nachrichten-Quelle für uns werden. Wir prüfen natürlich, ob das Profil und die Inhalte echt sind. Ein blauer Haken neben dem Profil macht deutlich, dass es durch TikTok selbst als echt eingestuft wurde. TikTok ist ein soziales Netzwerk und Teil des chinesischen Unternehmens ByteDance.

Auch andere Medien und Webseiten können für uns Quellen für News sein. Das sind zum Beispiel Seiten, die sich nur mit einem Themenbereich beschäftigen und deshalb Spezialisten in dem Bereich sind. Für Seiten wie hiphop.de oder raptastisch.net arbeiten zum Beispiel Musik-Journalisten, für Webseiten wie golem.de oder t3n.de Technik-Journalisten.

Zeitungen, Zeitschriften und Magazine - wie zum Beispiel Spiegel, Welt, Focus, Bild, Stuttgarter Zeitung, Backspin und GameStar - sind für uns auch Quellen. Das gilt besonders, wenn sie exklusive Informationen haben. Das heißt, sie haben durch ihre Recherche eine Nachricht herausgefunden und veröffentlicht. Immer wieder decken sie Skandale auf oder werten Statistiken und Daten aus.

Viele Personen, Unternehmen und Vereine sind auf TikTok aktiv. Sie teilen in den Videos, die sie hochladen, auch Infos über sich selbst. Die Videos können zu einer Nachrichten-Quelle für uns werden. Wir prüfen natürlich, ob das Profil und die Inhalte echt sind. Ein blauer Haken neben dem Profil macht deutlich, dass es durch TikTok selbst als echt eingestuft wurde. TikTok ist ein soziales Netzwerk und Teil des chinesischen Unternehmens ByteDance.

STAND
AUTOR/IN
Aslı Kaymaz
Asli Kaymaz (Foto: DASDING)