Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal des Landgerichts (gestellte Szene) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Mannheim

Streit über Todesursache nach Polizeieinsatz in Mannheim

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Judith Bühler
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Louis Leßmann
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Im Mai 2022 ist ein 47-Jähriger bei einer Polizeikontrolle gestorben. Vor Gericht gibt es jetzt verschiedene Gutachten.

In dem Fall geht es um zwei Polizisten, die am 2. Mai 2022 am Mannheimer Marktplatz einen psychisch kranken Mann im Einsatz festgehalten und fixiert hatten. Der Mann ist später gestorben. Vor dem Landgericht geht es um die Todesursache. Dazu gibt es jetzt zwei Gutachten, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

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Gutachter kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen

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Im Prozess gegen zwei Polizisten am Landgericht Mannheim haben am Mittwoch Gutachter ausgesagt. Angeklagt sind zwei Polizisten, einer davon wegen Körperverletzung mit Todesfolge im Amt. Es geht dabei um die Todesursache des 47-Jährigen, der nach einem Polizeieinsatz auf dem Marktplatz gestorben war. Die Aussage der Gutachterin er Staatsanwaltschaft war eindeutig.

Nach tödlichem Polizeieinsatz in Mannheim: Das sagt die Staatsanwaltschaft

Für die Gutachterin der Staatsanwaltschaft, Kathrin Yen, ist klar: Der Mann ist gestorben, weil ihn die Polizisten auf dem Boden festgehalten haben und er nicht richtig atmen konnte. Sie spricht von einer "lage- und fixationsbedingten Atembehinderung". Der Mann sei erstickt, weil durch Schläge Blut in die oberen Atemwege kam.

Das sagt die Verteidigung

Die Gutachter der Verteidigung sagen, dass der Mann nicht wegen Blut in der Nase erstickt sei. Der Hauptgrund für sie: die Herzschwäche des 47-Jährigen. Dem widerspricht die Gutachterin der Staatsanwaltschaft.

In Mannheim gab es im Dezember 2023 einen weiteren tödlichen Polizeieinsatz. Dabei wurde ein Mann erschossen:

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