Frauen im Iran fliehen vor der Polizei als sie auf der Straße demonstrieren.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | Uncredited)

Proteste

So helfen Hacker den Menschen im Iran

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Das Internet ist teilweise abgeschaltet, die Gewalt gegen Demonstranten im Iran nimmt zu. Hilfe kommt von anonymen Hackern.

Im Iran hat es die sechste Nacht in Folge Proteste gegen die Regierung gegeben. Es kam zu Straßenschlachten. Anlass ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Sie war in Polizeigewahrsam gestorben, wie genau ist unklar. Die Demonstranten fordern, dass der Fall aufgeklärt wird. Außerdem wehren sie sich gegen die strengen Vorschriften des iranischen Regimes.

Das macht die Regierung

Die iranische Staatsführung versucht die Proteste mit Gewalt und Einschüchterung zu stoppen. Soziale Netzwerke und das Internet wurden in einigen Orten gesperrt. So will sie verhindern, dass sich die Menschen zum Protest verabreden und dass sich Bilder und Videos verbreiten.

Hilfe von Hacker-Gruppe Anonymous

Die Hacker-Organisation Anonymous hat sich auf die Seite der Protestierenden im Iran gestellt und versucht seit Tagen den Zugang zum Internet wieder herzustellen. Über Twitter informiert sie, wo es WLAN gibt und auf welchem Weg Nachrichten geschickt werden können.

Attention Iranian freedom fighters! The Wi-Fi hotspot is connected in Imam Hossein Square, Tehran, dear friends, you can use the Wi-Fi of that area to send footage! #MahsaAmini #مهسا_امینی #مهساامینی #opiran #iranneedshelp

Gleichzeitig legt die Gruppe staatliche Internetseiten lahm. Zum Beispiel die von der iranischen Zentralbank, verschiedene Regierungsseiten und die Webseite des staatlichen Fernsehens.

Iranian State Television Down. #OpIran #MahsaAmini

Unter dem Hashtag Operation Iran #OpIran verbreitet Anonymous Videos von den Protesten im Iran.

"Don't be afraid, Don't be afraid, we are all in this together" Anti-Regime protests Tehran tonight. «نترس، نترس، ما همه با هم در این هستیم» ضد رژیم امشب در تهران اعتراض می‌کند. #mahsaamini #mahsa_amini #OpIran #مهساامینی #مهسا_امینی https://t.co/JGsBE5HyFN

Insgesamt sollen 17 Menschen bei den Demonstrationen gestorben sein. Das ist die offizielle Zahl der iranischen Staatsführung. Menschenrechtsorganisationen sprechen von 30 Toten.

Auch auf TikTok zeigen Frauen ihren Protest gegen das iranische Regime:

Haare ab für den Tod von Mahsa Amini

Nach dem Tod der 22-Jährigen demonstrieren viele im Iran. Auf Social Media trendet ihr Name - und ein Haarschnitt.  mehr...

DASDING DASDING

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