Mehrere Pfleger und Pflegerinnen schieben einen Covid-Patienten auf einer Liege durch einen Gang in einer Intensivstation. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/UKSH | -)

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Wer soll in Zukunft NICHT mehr operiert werden?

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Triage: Welche Patienten sollen bei zu wenigen Intensivbetten zuerst behandelt werden? Eine Idee kommt NICHT in Frage.

Worum geht es?

Während der Corona-Pandemie waren in einigen Krankenhäusern keine Intensivbetten mit genügend Personal mehr frei. In so einer Situation müssen die Ärzte auswählen, wer behandelt wird und wer warten muss - die sogenannte Triage. Bei Intensivpatienten geht es dabei oft ums Überleben.

Experten halten zwei Formen der Triage für möglich:

  • Die erste ist das Freihalten von Intensivbetten. Auch das ist schon eine Triage, weil Krankenhäuser nicht-lebensnotwendige Operationen verschieben.
  • Die zweite Form ist die sogenannte Triage ex ante: Es gibt zwei Patienten und nur einen Behandlungsplatz. Ärzte und Pflegekräfte müssen dann entscheiden, wer den Platz bekommt.

DAS wird es nicht!

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat eine dritte Form der Triage ausgeschlossen: Einen Patienten nicht weiter zu behandeln, weil ein anderer bessere Überlebenschancen hat. Noch liegt kein konkreter Vorschlag vor, wie es in Zukunft ablaufen soll.

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