Eine Regenbogen-Fahne weht im Wind vor leicht bewölktem Himmel. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm)

Trier

Mehr Straftaten gegen queere Menschen in Trier

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Mario Demuth
Mario Demuth (Foto: privat)

In Trier ist heute Christopher Street Day. Das Ziel: mehr Toleranz und Respekt - was wohl auch nötig ist.

Der CSD in Trier wird mit einer Demo und einem Fest im Queergarten gefeiert. Die Veranstalter und Teilnehmer wollen sich aber auch für mehr Toleranz und Respekt für queere Menschen einsetzen.

Polizei zählt mehr Straftaten

Das ist wohl auch nötig, denn wie die Polizei Trier mitteilte, haben Straftaten gegen queere Menschen in der Region zugenommen. Demnach sind Beleidigungen und Angriffe wegen der sexuellen Orientierung die häufigsten Gründe für Anzeigen. Es gab auch Sachbeschädigungen. Zum Beispiel wurden Scheiben des queeren Zentrum zerstört und die Fahnen im Queergarten mehrmals beschädigt.

Dass es mehr Anzeigen gibt, dafür hat die Polizei zwei Erklärungen:

  • Betroffene haben weniger Hemmungen die Straftaten zu melden als früher.
  • Aber: Weltweit gibt es mehr Diskriminierung von queeren Menschen - Trier sei da keine Ausnahme, so eine Sprecherin der Polizei.

Ein Negativ-Beispiel in Sachen Toleranz gab es vor ein paar Wochen auch beim CSD in Karlsruhe. Die Infos dazu haben wir hier:

Karlsruhe Beim CSD: Regenbogenflagge verbrannt - Menschen angegriffen

Nach der CSD-Parade in Karlsruhe gab es einen Angriff: Teilnehmer*innen wurden beleidigt und geschlagen.  mehr...

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