Symbolbild: Angeklagter mit Handschellen im Gerichtssaal (Foto: DASDING, IMAGO / Jan Huebner)

Tübingen

Urteil nach Mord: 20-Jähriger muss acht Jahre ins Gefängnis

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Judith Bühler
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Der junge Mann war auf den Ehemann seiner Schwester losgegangen. Der starb schwer verletzt auf der Straße.

Der Mord passierte im November 2021 in einer Wohnung in Mössingen-Belsen. Drei Mal stach der 20-Jährige mit einem Messer auf das Opfer ein. Das hatte der Angeklagte schon unter Tränen zugegeben, als der Prozess gestartet war. Sein Geständnis sorgte jetzt dafür, dass er mit acht Jahren Gefängnis weniger hart bestraft wurde. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft gefordert. Der Grund für die Messerattacke laut Täter: Er habe seine Schwester vor dem Ehemann beschützen wollen. Sie soll von ihrem Mann bedroht und geschlagen worden sein.

Urteil nach Jugendstrafrecht

Der Täter wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt. Das kann man in Deutschland anwenden, wenn ein Täter jünger als 21 Jahre ist und er noch nicht genug Reife wie ein Erwachsener zeigt. Weil der Täter bei dem Mord erst 19 Jahre alt war und sein eigener Vater früh gewaltsam gestorben war, wurde der Mann vom Gericht als unreif eingestuft.

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