Demonstranten tragen ein Schild mit der Aufschrift „No war on northern Syria“ ("Kein Krieg im Norden Syriens""). Als Reaktion auf Luftschläge des türkischen Militärs gegen kurdische Gebiete in Syrien und Irak demonstrierten mehrere hundert Menschen in Frankfurt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Hannes P Albert)

Politik

Nach Anschlag in Istanbul: Deutschland und Türkei im Gespräch

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Zilan Hatun
Autorenprofil Zilan Hatun (Foto: SWR, privat Zilan Hatun)

Die Bundesinnenministerin reist am Montag für zwei Tage nach Ankara. Dort trifft sie den türkischen Innenminister.

Nancy Faeser ist einen Tag, nachdem die Türkei kurdische Milizen im Nordirak und Nordsyrien angegriffen hat, vor Ort. Der Anschlag in Istanbul, bei dem sechs Menschen bei einer Explosion gestorben sind, ist eine Woche her. Mit dem türkischen Innenminister Süleyman Soylu will Faeser unter anderem auch über den Kampf gegen den Terrorismus sprechen.

Türkei: Deutschland geht zu lasch gegen die PKK vor

Türkei gibt der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der syrischen Kurdenmiliz YPG die Schuld am Anschlag in Istanbul. Beide Organisationen streiten ab, etwas mit dem Anschlag zu tun zu haben. Sie sagen, dass die Türkei einen neuen Grund für den Militäreinsatz in Nordsyrien schaffen wollte.

Die Türkei meint, dass Deutschland zu lasch gegen die PKK vorgehen würde. Der türkische Innenminister Soylu gibt zudem der USA eine Mitschuld am Anschlag - sie sollen auf der Seite der YPG stehen. Denn: Die Kurdenmiliz YPG steht nicht auf der Terrorliste in den USA.

Am Sonntag demonstrierten zahlreiche Menschen gegen die türkischen Luftangriffe:

BIJI BERXWEDANA KOBANE! Hoch die internationale Solidarität! Laute Demo in #Frankfurt gegen den türkischen Angriff auf #Rojava. Gerade unterwegs durchs Bahnhofsviertel. #RojavaIsUnderAttack #DefendKurdistan https://t.co/NA0Y5wFvU5

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