Menschen inspizieren einen Ort, der durch türkische Luftangriffe beschädigt wurde, die ein Elektrizitätswerk getroffen haben. Eine Woche nach dem tödlichen Bombenanschlag in Istanbul hat das türkische Militär kurdische Stellungen im Nordirak und in Nordsyrien angegriffen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/AP | Baderkhan Ahmad)

Politik

Türkei bombardiert kurdische Gebiete

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Shayan Mirmoayedi
Shayan Mirmoayedi (Foto: DASDING)

Erdogan macht kurdische Kämpfer für einen Anschlag verantwortlich. Daher greift die Türkei kurdische Stellungen an.

Mitte November starben bei einem Terroranschlag auf der belebten Istanbuler Einkaufsstraße Istiklal sechs Menschen, rund 81 weitere wurden verletzt. Insgesamt wurden 17 Personen festgenommen, darunter eine mutmaßlich von kurdischen Kämpfern ausgebildete Syrerin. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die syrische Kurdenmiliz YPG sagen, sie hätten mit dem Anschlag nichts zu tun.

Angriff auf PKK- und YPG-Stellungen

Die türkische Regierung hat nach eigenen Angaben Luftangriffe auf kurdische Gebiete im Irak und in Nordsyrien geflogen. In Nordsyrien ist es der fünfte türkische Militäreinsatz seit 2016. Das türkische Verteidigungsministerium will dadurch "Terroranschläge aus dem Nordirak und Syrien (...) unterbinden". Die Luftangriffe sollen besonders PKK- und YPG-Stellungen treffen. Die PKK wird auch von der EU als Terrororganisation eingestuft. Die YPG jedoch nicht. Sie kämpfte zusammen mit den USA gegen den IS.

Kritik kommt von der prokurdischen Partei HDP in der Türkei. Sie beschuldigt die türkische Regierung, den Anschlag als Ausrede zu nutzen, um gegen Kobane vorzugehen. Kobane ist eine kurdisch geprägte Stadt im syrischen Aleppo, die durch ihren Widerstand gegen die Terrororganisation IS bekannt geworden ist. Manche vermuten, dass die Türkei mit den Luftangriffen ihre besetzten Gebiete um Kobane herum verbinden will.

Bei den Luftangriffen sollen mehrere Menschen getötet worden sein.

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