Youssoufa Moukoko (l), Spieler der deutschen U21-Nationalmannschaft, läuft während des Trainings über den Trainingsplatz. 16 Teams spielen ab dem 21. Juni 2023 in Georgien und Rumänien um den Titel des U21-Europameisters. (Foto: SWR DASDING, dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Kahnert)

Fußball

U21: Youssoufa Moukoko macht Ansage gegen Rassismus

Stand
AUTOR/IN
Renée Diehl
SWR-Redakteurin Renée Diehl (Foto: SWR DASDING, Fabian Brosi)

Nach dem 1:1 der deutschen U-21-Nationalmannschaft gegen Israel bei der EM kam es zu rassistischen Kommentare.

Die richteten sich gegen Youssoufa Moukoko und Jessic Ngankam, die beide einen Elfmeter verschossen. Das nahmen einige "Fans" zum Anlass, sie auf Instagram mit Affen-Emojis und rassistischen Sprüchen zu beleidigen. Dafür findet Moukoko klare Worte:

Wenn wir gewinnen, sind wir alle Deutsche, wenn wir verlieren, sind wir die Schwarzen, dann kommen die Affen-Kommentare. Solche Dinge gehören einfach nicht zum Fußball. Wir verschießen nicht extra. Das ist ekelhaft.

Rassismus im Fußball - kein Einzelfall

Auch Spieler wie Vinícius Júnior, Romelu Lukaku und Benjamin Henrichs wurden schon rassistisch beleidigt - vor allem auf Social Media. Auch bei Youssoufa Moukoko ist es nicht das erste Mal:

Aber dieses Mal hat es mir wehgetan. Wir versuchen, die Elfmeter so gut es geht zu schießen. Am Ende haben wir beide verschossen, das müssen wir akzeptieren.

Das sagt der DFB!

Der Deutsche Fußball-Bund hat auf die Vorfälle reagiert - und rechtliche Schritte angekündigt. Man werde "strafrechtlich gegen diese Personen vorgehen", sagte Joti Chatzialexiou, der Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften. Und weiter: Man müsse sich einfach gegen diese Menschen stellen.

Außerdem postete der Verband dieses Statement auf Twitter:

Gegen einige unserer Spieler gab es nach dem #U21EURO-Spiel gegen Israel hier in den sozialen Medien rassistische, beleidigende und diskriminierende Kommentare. Wir verurteilen das aufs Schärfste. pic.twitter.com/0eCsTs5HyH

Laut mehreren Medienberichten soll sich der ehemalige PSG-Trainer vor Kurzem rassistisch geäußert haben:

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Auch andere Medien und Webseiten können für uns Quellen für News sein. Das sind zum Beispiel Seiten, die sich nur mit einem Themenbereich beschäftigen und deshalb Spezialisten in dem Bereich sind. Für Seiten wie hiphop.de oder raptastisch.net arbeiten zum Beispiel Musik-Journalisten, für Webseiten wie golem.de oder t3n.de Technik-Journalisten.

Most Wanted