Das Brandenburger Tor in Berlin leuchtet in den Farben der Ukraine (Foto: IMAGO, IMAGO / Kyodo News)

Ukraine-Krise

Diese Folgen hat der Krieg für alle in Deutschland

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Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt (Foto: )

Der russische Angriff auf die Ukraine treibt den Gaspreis hoch und könnte auch Auswirkungen auf unser Brot haben.

Russland hat angefangen Ziele in der Ukraine anzugreifen. Auch russische Bodentruppen sollen bereits im Land sein, heißt es aus der Ukraine. Das hat auch Folgen für Deutschland:

Nudeln und Brot könnten teurer werden

Russland und die Ukraine gehören zu den Ländern, die am meisten Weizen an andere Länder verkaufen. Zusammen stellen sie mehr als ein Viertel des weltweiten Exportangebots. Während eines Krieges kann sich das ändern, weil die Handelswege eingeschränkt sind oder die Wirtschaftsbeziehungen auf Eis liegen. Wenn es insgesamt weniger Weizen zu kaufen gibt, würde das die Preise steigen lassen - so würden Nudeln und Brot teurer werden.

Gas- und Ölpreise steigen

Möglicherweise wird wegen des Konflikts die Gaspipeline Nord Stream 2 nicht in den Betrieb gehen. Dadurch würde Deutschland eine fest eingeplante Quelle für den Rohstoff verlieren. Und wie auch beim Weizen gilt: Wenn es weniger gibt, wird es automatisch teurer. Am Morgen nach dem russischen Angriff schnellte der Gaspreis direkt um 30 Prozent nach oben, schreibt das Wirtschaftsmagazin "Unternehmen heute".

Steigt der Gaspreis, könnte dadurch auch Öl teurer werden. Und: Sind die Ölpreise hoch, musst du auch an der Tankstelle auch mehr für deinen Sprit zahlen.

Mehr Flüchtlinge

Viele Ukrainer versuchen jetzt aus den großen Städten zu fliehen - es gibt lange Staus auf den Straßen. Experten rechnen damit, dass viele Menschen ganz aus dem Land fliehen werden. Die EU-Kommisson rechnet mit einer halbe Million Geflüchtete. Es wird angenommen, dass ukrainische Flüchtlinge zunächst vor allem nach Polen kommen könnten, in die Slowakei, Ungarn oder Rumänien.

So sah es am Morgen in Kiew aus:

Ein Teil der Menschen könnte dann versuchen, auch nach Deutschland weiterzureisen. Das Innenministerium bereite sich jetzt auf mögliche Geflüchtete vor. Mit den Bundesländern werde jetzt darüber gesprochen, wie viele Menschen sie aufnehmen könnten.

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