Ein Justizvollzugsbeamter läuft an einem Gefängniszaun entlang. Ins Gefängnis müssen auch die zwei Männer, die einen anderen Mann aus Pirmasens entführt hatten. Der Mann konnte bei einer Autopanne entkommen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa | Julian Stratenschulte)

Verbrechen

SO viele Verdächtige kamen frei - weil die Justiz zu langsam war

STAND
AUTOR/IN
Shayan Mirmoayedi
NEWSZONE-Redakteur Shayan Mirmoayedi (Foto: SWR, privat)

Mindestens 66 Verdächtige wurden letztes Jahr so aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Richter schlagen Alarm.

Das zeigt eine Umfrage des Deutschen Richterbunds (DRB). In den letzten fünf Jahren sollen es sogar 300 Tatverdächtige sein, die aus der U-Haft entlassen wurden, weil ihr Strafverfahren zu lange dauerte. In der Regel darf die U-Haft in Deutschland maximal ein halbes Jahr dauern. Denn die Insassen sind ja nicht verurteilt worden.

Zu wenig Personal

Es fehlt an Strafrichtern und Staatsanwälten, erklärt der DRB. Außerdem seien diese stark belastet. Neben dem Personalmangel, spielt auch die Digitalisierung eine Rolle. Es gibt nämlich viel mehr Daten, die ausgewertet werden müssen, als früher.

Zu wenig Personal gibt es gerade nicht nur in der Justiz, sondern so ziemlich überall. Warum eigentlich?

Arbeit Warum fehlt eigentlich überall Personal?

Am Flughafen, im Restaurant, beim Bäcker, im Krankenhaus sowieso - überall fehlen Arbeitskräfte. Wo sind die alle hin?  mehr...

DASDING NEWSZONE - Dein Tag, Dein Update DASDING

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

STAND
AUTOR/IN
Shayan Mirmoayedi
NEWSZONE-Redakteur Shayan Mirmoayedi (Foto: SWR, privat)