Das Kapitol der Vereinigten Staaten, der Sitz des Kongresses, ist in den Abendstunden beleuchtet.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | J. Scott Applewhite)

Politik

USA: Die Republikaner haben gewonnen - aber nur "ein bisschen"

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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: )

Jetzt ist es raus: Trumps Partei hat nach den letzten Wahlen eine Mehrheit im amerikanischen Parlament. Sie ist jedoch ziemlich winzig.

Man nennt sie die "Midterms-Wahlen", weil sie genau zwischen zwei Präsidentenwahlen stattfinden. Dabei wird unter anderem ein Teil der Abgeordneten neu gewählt.

Praktisch immer (!) gewinnt dabei die Partei die nicht an der Regierung ist. Das ist so, weil die Leute bis dahin meist schon ein bisschen enttäuscht von der Regierung sind und ihr einen Denkzettel verpassen wollen.

Wer hat jetzt eigentlich einen Denkzettel bekommen?

Diesmal war es ähnlich: Die Republikaner, die gegen Präsident Joe Biden sind (also die sogenannte Opposition), haben eine Mehrheit bekommen. Sie haben bis jetzt mindestens 218 Sitze zusammen, die dafür nötig sind.

Allerdings ist die Mehrheit so klein ausgefallen, wie lange nicht: Vor 20 Jahren hatte eine Oppositionspartei bei so einer Wahl zuletzt eine so winzige Mehrheit. Alle hatten erwartet, dass sie ziemlich gewaltig werden würde. In der zweiten "Kammer", dem Senat, haben sie überhaupt nicht dazugewonnen.

Immer mehr Leute haben genug von Trump - sogar seine Tochter Ivanka

Viele glauben: Daran ist der frühere Präsident Donald Trump schuld. Der hat die Republikaner und ihre Anhänger mächtig aufgestachelt. Er behauptet, als er vor zwei Jahren abgewählt wurde, sei das Wahlergebnis gefälscht worden. Das stimmt zwar nicht, aber das ist ihm egal.

Am Dienstag hat er gesagt, dass er in zwei Jahren noch einmal antreten will. Und das, obwohl viele Republikaner ihn mittlerweile für einen Verlierer halten. Sogar seine Tochter Ivanka will mit der Sache nichts mehr zu tun haben. Kann aber gut sein, dass es er in Wahrheit gar nicht antritt, sagt die Amerika-Expertin Constanze Stelzenmüller:

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"Große Skepsis, dass er wirklich antritt"

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"Große Skepsis, dass er wirklich antritt"

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