Ein Freitag ist in einem Kalender als «frei» eingetragen. Mindestens 45 Unternehmen und Organisationen in Deutschland werden in den kommenden Monaten projektweise eine Vier-Tage-Woche einführen.

Pilotprojekt

Test der Vier-Tage-Woche: Darum gibt es Probleme

Stand
Autor/in
Louis Leßmann
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Aslı Kaymaz
Asli Kaymaz

Seit Februar läuft das Test-Projekt in Deutschland. Aber viele Unternehmen halten sich nicht an die Vorgaben.

Das Projekt der Uni Münster und der Unternehmensberatung Intraprenör soll sechs Monate laufen - 45 deutsche Unternehmen sind dabei. Jetzt gibt es Zwischenergebnisse:

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Vier-Tage-Woche-Test: Viele Firmen verkürzen Arbeitszeit nicht genug

Dauer

Vier-Tage-Woche-Test: Viele Firmen verkürzen Arbeitszeit nicht genug

  • Knapp 40 Prozent der Unternehmen haben länger für die Vorbereitungen gebraucht und deshalb erst im März mit der Testphase begonnen.
  • Fast die Hälfte der Organisationen (48 Prozent) hat die Arbeitszeit nur um höchstens 10 Prozent gekürzt. -> Die eigentliche Idee des Projekts: 100 Prozent Bezahlung bei nur 80 Prozent Arbeit.
  • Unternehmen scheinen mehr nach digitalen Lösungen zu suchen, um die fehlende Arbeitszeit auszugleichen, zum Beispiel mit KI.
  • Einige Unternehmen sollen zudem deutlich mehr Bewerbungen seit dem Beginn vom Vier-Tage-Woche-Test erhalten. Die Qualität der Bewerber soll dabei sogar gleich geblieben sein.
  • Zwei Unternehmen sind vorzeitig aus dem Projekt ausgestiegen. Grund sei aber mehr die gesamte wirtschaftliche Lage als die Vier-Tage-Woche gewesen.

Test der Vier-Tage-Woche: Wie geht es weiter?

Bis Ende Sommer geht das Projekt noch, die ersten Ergebnisse werden im Oktober erwartet. Aber: Die Teilnahme am Projekt war freiwillig, deshalb lassen sich die Ergebnisse daraus nicht einfach auf alle Branchen und Unternehmen im Land übertragen.

In Großbritannien gab es 2022 ein ähnliches Projekt - mit sehr positiven Effekten:

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