Afrika auf einem Puzzle-Globus (Foto: dpa Bildfunk, IMAGO / Arnulf Hettrich)

Erklärt

Was bedeutet eigentlich "white Saviorism"?

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AUTOR/IN
Djamila Chastukhina
Djamila Chastukhina (Foto: DASDING)

Ein Post über eine weiße Frau, die Afrika liebt und nun auch dort lebt, erntet ordentlich Kritik. Aber warum eigentlich?

WDR COSMO hat vor Kurzem einen Beitrag über Lena W. auf Instagram geteilt. Sie ist innerhalb von zwölf Jahren durch 25 afrikanische Länder gereist und lebt nun in Côte d'Ivoire. Dort setzt sie sich unter anderem für den Umweltschutz ein, indem sie zum Beispiel gemeinsam mit Kindern Müll einsammelt. Sie erzählte im Beitrag auch von weiteren Eindrücken und Erfahrungen.
Die Art der Berichterstattung wurde aber stark kritisiert. Der Vorwurf lautet: White Saviorism.

Was ist ein "white Savior"?

Als "white Savior" (deutsch: weißer Retter) werden weiße Menschen bezeichnet, die aus einer überlegenen Position heraus versuchen, einer nicht-weißen Person oder -Gemeinschaft zu helfen oder sie zu "retten".

Eigentlich ist Hilfe etwas Gutes - egal von wem sie kommt. Allerdings wird bei white Saviorism kritisiert, dass die Erfahrungen der weißen Menschen zunehmend in den Vordergrund gestellt werden. Denn dann werden nämlich oft die Erfahrungen derer, die tatsächlich von den Problemen betroffen sind, nicht gehört.

COSMO geht auf die Kritik ein

Das COSMO-Team hat mittlerweile den Post gelöscht und sich bei seiner Community entschuldigt. Die Redaktion möchte sich nun stärker mit dem Thema auseinandersetzen und es demnächst auf ihrem Instagram-Kanal aufarbeiten.

Innerhalb unserer Redaktion arbeiten wir das Posting auf und hinterfragen, wie es dazu kommen konnte - und wie wir sicherstellen können, dass uns sowas nicht nochmal passiert.

Quellencheck

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Viele Personen, Unternehmen und Vereine haben auf Instagram Profile und posten dort auch wichtige Infos über sich selbst. Ein solcher Post kann dadurch zu einer Nachrichten-Quelle für uns werden. Wir prüfen natürlich, ob das Profil und der Post echt sind. Profile mit einem blauen Haken wurden durch Instagram selbst auf ihre Echtheit überprüft. Instagram ist Teil des US-Unternehmens Meta Plattforms, dem unter anderem auch Facebook und WhatsApp angehören.

Zeitungen, Zeitschriften und Magazine - wie zum Beispiel Spiegel, Welt, Focus, Bild, Stuttgarter Zeitung, Backspin und GameStar - sind für uns auch Quellen. Das gilt besonders, wenn sie exklusive Informationen haben. Das heißt, sie haben durch ihre Recherche eine Nachricht herausgefunden und veröffentlicht. Immer wieder decken sie Skandale auf oder werten Statistiken und Daten aus.

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Auch andere Medien und Webseiten können für uns Quellen für News sein. Das sind zum Beispiel Seiten, die sich nur mit einem Themenbereich beschäftigen und deshalb Spezialisten in dem Bereich sind. Für Seiten wie hiphop.de oder raptastisch.net arbeiten zum Beispiel Musik-Journalisten, für Webseiten wie golem.de oder t3n.de Technik-Journalisten.

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