Vier Bücher mit dem Grundgesetz liegen auf einem Tisch. Die Ampel wird Begriff "Rasse" laut einem Bericht doch nicht aus Grundgesetz streichen (Foto: SWR DASDING, picture alliance/dpa | Frank Molter)

Politik

Bericht: Begriff "Rasse" aus dem Grundgesetz? Wohl doch nicht

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Judith Bühler
Judith Bühler  NEWSZONE-Team (Foto: SWR DASDING)
Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Eigentlich wollte die Ampel-Regierung das Wort "Rasse" aus dem Grundgesetz streichen. Doch jetzt gibts Kritik dagegen.

Konkret geht es um Artikel 3 im Grundgesetz. Dort heißt es:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.

Das die Formulierung raus soll, haben die drei Regierungsparteien im Koalitionsvertrag festgehalten.

Das spricht dagegen das Wort aus dem Grundgesetz  zu streichen

Die "Rheinische Post" berichtet jetzt aber, dass der Begriff doch nicht ausgetauscht werden soll. Darüber seien sich die Regierungsparteien einig. Einer der Gründe: Protest vom Zentralrat der Juden. Der Präsident Josef Schuster hat erklärt, er sei dagegen, das Wort zu streichen. Denn: Es erinnere daran, dass Millionen von Menschen - in erster Linien Jüdinnen und Juden - verfolgt und ermordet wurden.

Das sieht die Ampel laut "Rheinischer Post" genauso. Außerdem sei es juristisch schwierig, ein Ersatzwort zu finden, das genauso umfassend rassistische Diskriminierung meint.

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Begriff "Rasse" bleibt im Grundgesetz

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Begriff "Rasse" bleibt im Grundgesetz

Diese Woche hatte das Saarland beschlossen, "Rasse" aus der Landesverfassung zu streichen.

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