Zensus (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Daniel Karmann)

Zensus

Das musst du über die Volkszählung wissen!

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Es geht unter anderem um Name, Wohnort oder Beruf: Mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland werden befragt.

Die Statistischen Ämter in Deutschland führen seit Sonntag eine neue Volkszählung (Zensus) durch. Die Behörden wollen dadurch erfahren, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Die letzte Volkszählung fand 2011 statt.

Wer wird befragt?

Etwa 10,3 Millionen zufällig ausgewählte Menschen werden unter anderem zu Name, Geschlecht, Familienstand und Staatsangehörigkeit befragt. Etwa drei Viertel der Personen sollen auch Fragen aus einem erweiterten Fragebogen beantworten. Dabei geht es etwa um Schulabschluss oder Beruf. Zudem sollen alle etwa 23 Millionen Wohnungseigentümer Auskunft geben.

Was ist das Ziel der Volkszählung?

Das Ziel: Je mehr die Politik zum Beispiel über die Wohnsituation der Menschen weiß, desto besser kann sie Wohnungsbau planen. Auch bei wirtschaftlichen Fragen wie der Verteilung von Fördergeldern sollen die Daten der Volksbefragung helfen. Mit dem Zensus sollen die genaue Bevölkerungszahl ermittelt und Fehler in den Melderegistern behoben werden. 2011 hatte sich herausgestellt, dass in vielen Städten und Gemeinden weniger Menschen leben als angenommen.

Wie läuft die Befragung ab?

Bundesweit werden 100.000 sogenannte Interviewer von Tür zu Tür laufen. Die Befragung dauert rund fünf bis zehn Minuten.

Musst du antworten?

Die ausgewählten Personen müssen Auskunft geben. Falls du nicht antwortest, musst du eventuell eine Strafe zahlen.

Was ist mit dem Datenschutz?

Die Ämter haben gesagt, dass sie die Daten nicht weitergeben. Die Daten würden anonym ausgewertet.

Die Ergebnisse des Zensus 2022 liegen voraussichtlich ab Ende 2023 vor.

Zahlen dazu, wie viele Menschen in Deutschland arbeitslos sind, gibt es jeden Monat:

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