SWR (Foto: SWR)

vor Ort Stuttgart Antonia kämpft gegen Genitalverstümmelung in Kenia

Antonia und ihr Verein Zinduka e.V. kämpfen in Kenia für die Rechte von Mädchen und gegen den Zwang zur Beschneidung, dem viele Mädchen dort ausgeliefert sind.

Antonia und ihr Verein Zinduka e.V. kämpfen in Kenia für die Rechte von Mädchen und gegen den Zwang zur Beschneidung, dem viele Mädchen dort ausgeliefert sind.

Für die Stämme ist es ein Symbol für das Erwachsenwerden und die Heiratsfähigkeit, wenn Mädchen ab dem 14. Lebensjahr in Kenia beschnitten werden. Die kenianische Regierung hat die Beschneidung 2011 verboten, aber viele Stämme lassen sich davon trotzdem nicht abhalten.

Traditionellerweise ist es so, dass eine Frau nicht erwachsen werden kann, wenn sie nicht beschnitten wird.

Antonia

Mit ihrem Verein Zinduka e.V. kämpft Antonia dagegen an und setzt sich für die Rechte der betroffenen Mädchen vor Ort ein. Dafür hat sie auch eine Grundschule gegründet, in der die Mädchen Bildung erhalten. Dadurch sollen sie lernen, selbst zu beurteilen, ob sie sich beschneiden lassen wollen.

In den Camps werden die Mädchen vor der Beschneidung beschützt

In dem Camp, das Antonia mit ihrem Verein gegründet hat, finden die Mädchen Schutz und Sicherheit. Hier gibt es viel Aufklärung und Selbstbewusstseinsstärkung für die Mädchen. Viele von ihnen wissen gar nicht, was bei der Beschneidung mit ihnen passiert und welchen gesundheitlichen Risiken sie dabei ausgesetzt werden.

Weltweit sind von der Beschneidung über 200 Millionen Mädchen und Frauen betroffen.

Antonia

Neue Wege für Antonia

Antonia hat an der Uni in Hohenheim studiert. Diesen Sommer ist sie nach Kenia gezogen und wird dort Community Development studieren.

STAND