Jugendklimakonferenz Ludwigsburg Jugendliche (Foto: DASDING)

vor Ort Ludwigsburg Warum Jugendliche in Ludwigsburg ihre eigene Klimakonferenz organisieren

Die Jugendlichen in Ludwigsburg wollen den Klimaschutz in ihrer Stadt nicht nur Politikern überlassen. Deshalb starten sie am Samstag, 7. Dezember, ihre erste Jugendklimakonferenz.

Die Jugendlichen in Ludwigsburg wollen den Klimaschutz in ihrer Stadt nicht nur Politikern überlassen. Deshalb starten sie am Samstag, 7. Dezember, ihre erste Jugendklimakonferenz.

Klimaschutz kann nur gelingen, wenn alle auf der Welt mitmachen - soweit logisch. Dennoch haben Jugendliche in Ludwigsburg beschlossen, erst einmal vor der eigenen Haustür loszulegen.

"Irgendwo muss es mal anfangen, und sei es nur im Kleinen. Man kann immer mehr machen", sagt Philipp Domke, der die Jugendklimakonferenz in Ludwigsburg mitorganisiert. Bei der Konferenz am kommenden Samstag, 7. Dezember, treffen sich die Jugendlichen im alten Stadtbad, um das Thema Klimaschutz in Ludwigsburg selbst in die Hand zu nehmen.

Irgendwo muss es mal anfangen, und sei es nur im Kleinen. Man kann immer mehr machen.

Philipp Domke

Konkrete Projekte und Forderungen sollen entstehen

"Einerseits wollen wir uns informieren: Was ist der Klimawandel? Und wie können wir damit konkret in Ludwigsburg umgehen?", erklärt Philipp. Außerdem wollen die Jugendlichen diskutieren, Ideen sammeln und die dann auch ein Stück weit direkt umsetzen: Konkrete Projekte sollen entstehen, zudem wollen sie Forderungen formulieren.

Die Ergebnisse übergeben die Jugendlichen an die Stadt

Diese Forderungen wollen die Teilnehmer nach der Konferenz an die Bürgermeisterin für Stadtentwicklung, Gabriele Nießen, übergeben. Auch im Gemeinderat sollen die Ergebnisse vorgestellt werden. "Wir wollen nicht im Abstrakten bleiben", erklärt Philipp. Im Hintergrund stehe immer die Frage: Wie schafft man es, die Dinge wirklich auf Ludwigsburg anzuwenden?

Ludwigsburg könne Vorbild sein

Ludwigsburg sei in Sachen Nachhaltigkeit schon gar nicht so schlecht aufgestellt, sagt der 18-Jährige, der auch im Bund der Deutschen Katholischen Jugend aktiv ist: "Es gibt Fahrradstraßen und einzelne Projekte, die Nachhaltigkeit unterstützen sollen. Aber es fehlt noch ein Stück weit etwas." Die Stadt Ludwigsburg könne auch Vorbild für andere Städte sein, findet Philipp: "Aus dem Grund sollten wir einfach mal hier gemeinsam anfangen, etwas umzusetzen. Und nicht immer nur darüber reden!"

Wir sollten einfach mal hier gemeinsam anfangen, etwas umzusetzen. Und nicht immer nur darüber reden!

Philipp Domke

Doch können die Jugendlichen mit ihrer Stimme in der Kommunalpolitik wirklich etwas bewegen? Philipp Domke sieht das optimistisch und sagt selbstbewusst: "Als potenziell zukünftige Wähler haben wir auf jeden Fall eine gewisse Stimmgewalt, denke ich. Ich male mir schon recht große Chancen aus."

Als potenziell zukünftige Wähler haben wir auf jeden Fall eine gewisse Stimmgewalt.

Philipp Domke