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vor Ort Stuttgart Hanna kämpft mit einer Petition gegen Upskirting in Deutschland

Upskirting, also heimlich unter Röcke zu filmen und zu fotografieren, gilt in Deutschland nicht als Straftat. Eine Stuttgarter Studentin will das ändern.

Upskirting, also heimlich unter Röcke zu filmen und zu fotografieren, gilt in Deutschland nicht als Straftat. Eine Stuttgarter Studentin will das ändern.

Hanna Seidel weiß, wie es sich anfühlt: Upskirting. Fremde filmen oder fotografieren heimlich unter Röcke. Gleich zweimal ist das Hanna als Minderjährige passiert. "Ich möchte nicht, dass das irgendwer erleben muss", sagt sie. Deswegen geht die Stuttgarter Studentin jetzt dagegen vor.

Ich möchte nicht, dass das irgendwer erleben muss.

Hanna

Upskirting ist in Deutschland keine Straftat

In Deutschland gilt Upskirting bisher nicht als sexuelle Belästigung und damit auch nicht als Straftat. Die Opfer sind quasi machtlos. "Als ich das gelesen habe, war ich schockiert", erzählt Hanna. Gemeinsam mit einer Freundin aus München beschloss sie, eine Petition zu starten, die sich für ein Verbot von Upskirting stark macht.

Vorbild war eine Petition aus England

Als Vorbild diente den beiden eine Petition aus England. Erst vor kurzem wurde dort das Gesetz durch den Druck einer Petition geändert. Hanna hat ein klares Ziel: "Ich möchte, dass sich alle Menschen in Deutschland - egal welchen Geschlechts - in Shorts, Röcken, Blusen und Hemden sicher fühlen können, ohne Angst, im Intimbereich fotografiert zu werden."

Ich will, dass sich alle Menschen sicher fühlen können.

Hanna

Und wenn es doch dazu kommen sollte, dass jemand einen Upskirting-Versuch startet, soll man zumindest die Polizei rufen können, fordert die Studentin. 50.000 Unterschriften will Hanna mit ihrer Petition sammeln - bisher sind schon mehr als 35.000 Unterzeichner zusammengekommen.