Alle-Zutaten-fuer-ein-Menu-aus-dem-Unverpacktladen (Foto: DASDING)

vor Ort Stuttgart Im Test: Was kann ein Unverpacktladen?

Einkaufen ganz ohne Plastik und damit jede Menge Müll vermeiden - das geht in einem Unverpacktladen. Aber: Wie alltagstauglich ist das? Und wie teuer? Wir haben den Test gemacht.

Einkaufen ganz ohne Plastik und damit jede Menge Müll vermeiden - das geht in einem Unverpacktladen. Aber: Wie alltagstauglich ist das? Und wie teuer? Wir haben den Test gemacht.

Jeder, der schon einmal die Masse der Verpackungen und Tüten eines Einkaufs angeschaut hat, weiß: Das ist eine Menge Plastik. Verpackungsfrei einzukaufen ist aber gar nicht so einfach. Unverpacktläden sollen einem das Leben leichter machen: Dort kann man Lebensmittel und andere Haushaltsutensilien ganz ohne Verpackung kaufen.

Die Challenge: Ein Drei-Gänge-Menü einkaufen

In Stuttgart gibt es mittlerweile sogar schon zwei Unverpacktläden. Aber was taugen solche Läden wirklich? Und wie teuer ist ein Einkauf dort? Katha aus Stuttgart hat es für uns getestet. Die Challenge: Alle Zutaten für ein Drei-Gänge-Menü in einem Unverpacktladen finden! Als Vorspeise sollte es einen gemischten Salat geben, als Hauptspeise stand Spaghetti Bolognese auf der Liste. Zum Nachtisch Tiramisu.

Für ihren Einkauf war Katha schon bestens vorbereitet: In einer großen Tüte (ja, wiederverwendbar!) hat sie ganz viele leere Gefäße mitgebracht, in denen sie die Zutaten transportieren wollte. Die Gläser musste sie zuerst abwiegen. Das Gewicht der Gefäße wird an der Kasse abgezogen.

Frischen Salat, Mascarpone und Eier findet sie nicht

Dann ging es los: Nudeln, Öl, Essig, Kürbiskerne, rote Linsen, Kakaopulver und Tomatensoße landeten im Einkaufskorb. "Für meinen Salat habe ich nicht alles bekommen", sagte Katha nach dem Test. Frischen Salat hat sie in dem Unverpacktladen nicht gefunden. Auch Mascarpone und Eier für das Tiramisu gab es nicht. Die nötigen Gewürze hatte sie noch zu Hause, deshalb hat sie die auch nicht extra gekauft.

Ich dachte, der Laden wäre teurer.

Testerin Katha

Dafür gab es aber ein großes Angebot an Nudeln, sagt Katha: "Weil die Auswahl ziemlich groß war, habe ich mich für andere Nudeln entschieden, weil die mich mehr angemacht haben als normale Spaghetti."

Insgesamt zahlt Katha weniger als zehn Euro

"Ich dachte, der Laden wäre teurer, deswegen war ich sehr überrascht über den Preis von unter zehn Euro", sagt die Stuttgarterin. Dass man seine Gefäße immer selbst mitbringen muss, sei aber ein bisschen lästig.

Mir war klar, dass ich nicht alles finde. Ich bin zufrieden und werde öfter kommen.

Testerin Katha

Ihr Fazit also? "Mir war klar, dass ich nicht alles finden werde, weil es ja kein normaler Supermarkt ist. Aber ich bin zufrieden mit dem, was ich gefunden habe und werde deswegen auch öfter kommen!"