vor Ort Stuttgart So wird an der Uni Hohenheim krummes Gemüse gerettet

Immer dienstags haben Studierende der Uni Hohenheim die Chance, Gemüse zweiter Wahl zu kaufen. Das rettet nicht nur Lebensmittel, die sonst im Müll landen, sondern soll auch günstig sein.

Immer dienstags haben Studierende der Uni Hohenheim die Chance, Gemüse zweiter Wahl zu kaufen. Das rettet nicht nur Lebensmittel, die sonst im Müll landen, sondern soll auch günstig sein.

Unsere Botschaft ist, dass die inneren Werte des Gemüses zählen.

Beate Hörz, Leiterin des Biohofs

Die Idee der "Bodenschätze"-Tüte entstand aus einem Projekt mit der Uni Hohenheim. Das Besondere dabei, die Studierenden wissen davor nicht, welche Bodenschätze sie in ihrer Tüte erwartet. Das regionale Gemüse von einem Biohof auf den Stuttgarter Fildern ist meist nur optisch etwas anders, schmeckt aber trotzdem gut. Anstatt das "krumme" Gemüse wegzuwerfen, verkauft der Biohof das Gemüse mit Macken einfach günstiger, was natürlich auch die Studierenden freut.

Regionalität und Nachhaltigkeit ist den Studierenden immer wichtiger

Die Nachfrage an der Uni war sogar so groß, dass mittlerweile auch Nicht-Studis Gemüse mit Macken bestellen können. Jeden Dienstag beliefert der Biohof die Uni mit Kisten voller "Bodenschätze"-Tüten. Die Hohenheimer Studis freuen sich über günstiges, regionales Gemüse und über die Herausforderung, öfter mal was Neues zu kochen.

Also ich glaube, dass sich da auf jeden Fall etwas tut, auch in der Generation von denen, die heute studieren. Das Projekt ist noch nicht bei allen angekommen, aber es rüttelt die Leute wach und bringt sie zum Nachdenken.

Beate Hörz, Leiterin des Biohofs