Urban Gardening auf dem Stadtacker Wagenhallen in Stuttgart (Foto: DASDING)

vor Ort Stuttgart Urban Gardening: Gärtnern mitten in Stuttgart

Auf dem "Stadtacker Wagenhallen" in Stuttgart ist ein Paradies für Hobbygärtner entstanden - mitten in der Großstadt. Obwohl das Projekt erfolgreich ist, hat es ein Ablaufdatum.

Auf dem "Stadtacker Wagenhallen" in Stuttgart ist ein Paradies für Hobbygärtner entstanden - mitten in der Großstadt. Obwohl das Projekt erfolgreich ist, hat es ein Ablaufdatum.

Die Stuttgarter lieben ihre Stadt - aber manchmal fehlt einem die Natur dann schon. Für alle, die zu Hause keinen Platz für einen eigenen Garten haben, gibt es Urban Gardening. Das Prinzip dabei: Städter bauen sich mitten in der "Betonwüste Stadt" kleine, grüne Oasen, in denen sie gemeinsam gärtnern. Das Projekt "Stadtacker" bei den Wagenhallen in Stuttgart ist eine solche Oase.

Karotten, Kürbisse, Salat, Gewürze, Tomaten, Meerschweinchen, Bienen – auf dem @stadtackerwagenhallen in Stuttgart war im Sommer alles voller Leben! Der „Stadtacker“ ist ein Gemeinschaftsgarten für Städter, die mal eine Auszeit im Grünen wollen. Elisa @elisabienzle ist seit Jahren dabei und hat uns im Sommer einmal durch die grüne Oase geführt… 🌼🍎🥕🐝 . . . . #kesselgeschichten #themenwochenachhaltigkeit #themenspezialnachhaltigkeit #sustainability #nachhaltigkeitimalltag #lesswaste #umweltschutz #nachhaltigkeitinstuttgart #stuttgart #urbangardening #stadtacker #stadtackerwagenhallen #urbangardeningstuttgart #urbanfarm #urbanagriculture #growyourownveggies #urbanfood

100 Leute gärtnern auf 4.000 Quadratmetern

Elisa Bienzle hat den "Stadtacker" fast von Anfang an mitbetreut. Der Garten ist ihre große Leidenschaft, sagt sie: "Der Stadtacker ist eines meiner Kinder, würde ich sagen. Auf jeden Fall ist es ein Herzensprojekt von mir." Der Gemeinschaftsgarten erstreckt sich über ein Gelände von etwa 4.000 Quadratmeter. Fast hundert Gärtnerinnen und Gärtner ackern hier mit. "Wir haben auf jeden Fall mehr Anfragen als Beete", sagt Elisa.

Es ist auf jeden Fall ein Herzensprojekt von mir.

Elisa

Früher war der Boden kontaminiert

Der "Stadtacker" ist im Jahr 2012 entstanden: Damals war dort, wo es heute im Sommer blüht und summt, ein ehemaliges Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn. "Das war eine Schotterwüste", beschreibt es Elisa. Wenn man heute über das Gelände laufe, könne man sich das gar nicht mehr vorstellen. Da der Boden damals kontaminiert war, wurde er aufwändig abgetragen und mit neuer Erde aufgeschüttet.

Wir haben mehr Anfragen als Beete.

Elisa

Das Gärtner-Fieber hat den Kessel voll im Griff! Auf dieser Karte haben wir euch alle Orte markiert, an denen ihr in Stuttgart Urban Gardening machen könnt. Habt ihr zu Hause Pflanzen oder baut eigenes Obst oder Gemüse an? Postet doch mal eure grünen Wunder in die Kommentare! 😍🌱 . . . . #kesselgeschichten #themenwochenachhaltigkeit #themenspezialnachhaltigkeit #sustainability #nachhaltigkeitimalltag #lesswaste #umweltschutz #nachhaltigkeitinstuttgart #stuttgart #urbangardening #stadtacker #stadtackerwagenhallen #urbangardeningstuttgart #urbanfarm #urbanagriculture #growyourownveggies #urbanfood

Der "Stadtacker" ist nur zur Zwischennutzung gedacht

Obwohl das Projekt so ein großer Erfolg ist, hat es ein Ablaufdatum: Der "Stadtacker" war immer nur als Zwischennutzungsprojekt gedacht. Irgendwann soll er weg - und zum Beispiel für neuen Wohnraum weichen, der in Stuttgart dringend benötigt wird.

Mir würde es im Herzen wehtun, wenn das hier weichen müsste.

Elisa

Elisa weiß das natürlich. Trotzdem "würde es mir im Herzen weh tun, wenn das hier weichen müsste", sagt sie. Immerhin sei in der Zeit auf dem "Stadtacker" ganz viel entstanden. "Es ist natürlich schon ein bisschen irrsinnig, seine ganze Kraft in etwas reinzustecken, was vielleicht dem Untergang geweiht ist", sagt die Hobbygärtnerin. Auf der anderen Seite ist für sie klar: "Es nicht zu tun, wäre auch keine Wahl."

Es ist schon irrsinnig, seine ganze Kraft in so etwas reinzustecken. Es nicht zu tun, wäre aber auch keine Wahl.

Elisa