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Brote schmieren, Essen verteilen, bedienen - das sind die Aufgaben für Natascha in der Vesperkirche in Stuttgart. Im Rahmen ihrer Ausbildung zur Krankenschwester hilft sie hier eine Woche lang mit und kommt so in Kontakt mit bedürftigen Menschen. Und davon gibt es mehr als genug im Raum Stuttgart.

Natascha hilft eine Woche lang in der Vesperkirche. Das ist Teil ihrer Ausbildung zur Krankenschwester. Brote schmieren und arme Menschen bedienen: Was macht das mit ihr?

Bis zu 700 Menschen kommen täglich in die Vesperkirche

Hauptsächlich kommen die Menschen, um Essen zu erhalten. Aber auch, um in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen. Das ist auch sehr wichtig, weil viele Bedürftige häufig nur wenige Menschen haben, mit denen sie reden können.

Natürlich ist es traurig, dass so etwas nötig sein muss. Aber es ist auch schön, dass die Menschen überhaupt hierher kommen können.

Natascha

Armut entsteht häufig durch Krankheit

Für Natascha ist das Anstrengende an dieser Arbeit, dass die psychische Ebene belastend ist. Die Menschen, die die Vesperkirche ansteuern, haben meistens ein Schicksal, das einen betroffen macht.

Einen Mann habe ich mittags in der Vesperkirche bedient und ihn abends an der S-Bahn-Station wiedergesehen. Da saß er mit einer Gruppe anderer zusammen. Das hat mich dann schon irgendwie berührt. Da hat man gleich eine Verbindung.

Natascha

Die Vesperkirche verändert - auch die Helfer!

Vor allem die Aufmerksamkeit auf das Thema „Bedürftige“ hat sich durch diese Arbeit für Natascha geändert. Sie bemerkt jetzt bei sich selbst mehr Sensibilität für arme Menschen. Auch dass Armut ganz oft mit Krankheit zusammenhängt, ist ihr jetzt viel bewusster. Bei manchen Menschen fehlt einfach das Geld für Medikamente oder eine längere Therapie. Umso schöner, dass die Menschen in der Vesperkirche bedient werden, findet Natascha.

Das ist ein bisschen wie im Restaurant, das sie sich vielleicht nicht immer leisten können. Das finde ich eine schöne Geste.

Natascha

Für sie kam dadurch auch die Frage auf: Was jetzt? Was macht sie danach selbst noch weiter in diese Richtung? Sie möchte nicht, dass das Thema bei ihr einfach verloren geht.

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