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Nick arbeitet als Architekt, ist transgender und pansexuell. Auf der Arbeit spricht er mittlerweile offen über seine Identität und sexuelle Orientierung. Denn er findet, dass zu einer guten Arbeitsatmosphäre auch Gespräche über den Alltag gehören.

Nick arbeitet als Architekt, ist transgender und pansexuell. Auf der Arbeit spricht er mittlerweile offen über seine Identität und sexuelle Orientierung. Denn er findet, dass zu einer guten Arbeitsatmosphäre auch Gespräche über den Alltag gehören.

Seit vier Jahren ist Nick jetzt Architekt. Er arbeitet in einem kleinen Büro in Stuttgart und geht auch auf der Arbeit offen damit um, transgender und pansexuell zu sein.

Er identifiziert sich also nicht mit dem Geschlecht, dass ihm bei seiner Geburt zugeschrieben wurde. Außerdem spielt für ihn das Geschlecht seines Partners oder seiner Partnerin keine Rolle. Ihm geht es um den Charakter des Menschen.

Kaum negative Reaktionen

Negative Reaktionen hat Nick fast nie bekommen, wenn er seine Transsexualität oder seine schwule Beziehung angesprochen hat. Auch bei seinem früheren Arbeitgeber mit rund 500 Mitarbeitern haben es seine Kolleginnen und Kollegen gut aufgenommen.

Es ist mir wichtig, mich nicht zu verstecken.
-Nick

Nick ist sich sicher, dass er so wenig negative Reaktionen bekommen hat, weil er den Leuten immer die Möglichkeit gegeben hat, die Situation zu verlassen. Außerdem hat er das Thema immer sehr vorsichtig angesprochen, sagt er. Diesen Ausweg hätten aber die meisten nicht genutzt.

Sicherheit geht vor

Ein Coming Out am Arbeitsplatz sollte aus Nicks Sicht aber gut überlegt sein. Bevor man sich den Kolleginnen und Kollegen öffnet, sollte man sich überlegen, ob es sicher ist, sich zu outen und ob es zur Not auch noch andere Arbeitsstellen gibt. Die Frage: "Komme ich damit klar, wenn die Leute nicht damit klar kommen?" sei sehr wichtig.

Abgesehen davon, dass ich sehr entspannt über meinen Alltag reden kann, hat sich nicht viel geändert.
-Nick

Nick ist froh darüber, ohne Druck über sein Privatleben reden zu können und wünscht sich, dass Diversität als Normalität angesehen wird. Deshalb war es für ihn wichtig, sich auf der Arbeit zu outen.

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