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Jennifer Schmid hat täglich mit dem Tod zu tun - sie ist Bestatterin. Im Video erfahrt ihr, welcher Trauerfall ihr nahe ging und wie sie im Beruf ihr privates Glück gefunden hat.

Jennifer Schmid hat täglich mit dem Tod zu tun - sie ist Bestatterin. Im Video erfahrt ihr, welcher Trauerfall ihr nahe ging und wie sie im Beruf ihr privates Glück gefunden hat.

Sie ist erst 22 Jahre alt und trotzdem ist der Tod ihr täglicher Begleiter: Jennifer Schmid arbeitet als Bestatterin in Backnang. Die Erfahrungen im Beruf haben auch ihren Alltag verändert: "Ich weiß, dass jeder Tag der letzte sein kann", sagt die junge Frau. "So verabschiede ich mich auch von meinen Angehörigen: Seitdem ich Bestatterin bin, bin ich nie wieder im Streit mit jemandem auseinandergegangen." Man lebe auch intensiver, sagt sie.

Seit ich Bestatterin bin, bin ich nie wieder im Streit mit jemandem auseinandergegangen.

Jennifer

Für die Ausbildung muss man volljährig sein

Schon in der Schule hat Jennifer das Thema Leben und Tod fasziniert: "Es hat mich nie richtig losgelassen", sagt sie. Nach dem Abitur beschließt die damals 18-Jährige deshalb, eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft anzufangen. Für die Ausbildung muss man volljährig sein - aus gutem Grund, denn als Bestatter sieht man auch tragische Sterbefälle, beispielsweise Kinder oder Totgeburten. "Da sollte man die geistige Reife mitbringen", sagt Jennifer.

Ich bin Wegbegleiterin.

Jennifer

Jennifers Hauptaufgabe ist der organisatorische Teil, also alles hinter der Trauerfeier: der Blumenschmuck, die Grabart, Trauerkarten und Traueranzeigen - all das muss organisiert und in die Wege geleitet werden, wenn eine Person stirbt. Außerdem führt sie Trauergespräche und hört den Angehörigen zu. Die Bestatterin stellt sich immer vor, Wegbegleiterin zu sein, sagt sie: "Ich begleite die Angehörigen bis zu einem gewissen Punkt und dann lasse ich sie weitergehen."

Ein Trauerfall hat Jennifer besonders mitgenommen

Auf der Arbeit hat Jennifer auch ihren Freund kennengelernt. Er ist ebenfalls Bestatter und kann sie deshalb gut stützen, wenn ihr ein Sterbefall mal sehr nahe geht. Wie dieses eine Mal, als der Vater einer 18-Jährigen plötzlich verstarb. Vor seinem Tod hatten Vater und Tochter Streit. Sie konnten sich nie aussöhnen. Die Beerdigung hat Jennifer so mitgenommen, dass auch sie zu weinen begann: "Ich dachte mir: 'Du bist auch nur ein Mensch!' und habe es einfach laufen lassen."

Sie möchte auch ihre Eltern bestatten

Auch ihre eigenen Eltern möchte Jennifer eines Tages bestatten. "Ich wünsche es mir noch nicht!", sagt sie dazu. Aber wenn der Tag einmal kommt, sei ihr das wichtig: "Es ist wie eine letzte Ehrerbietung."

Es ist wie eine letzte Ehrerbietung.

Jennifer

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