vor Ort Schweich 6 Gründe, warum wir nicht in der Mosel schwimmen sollten

In diesem Sommer gab es schon mehrere tödliche Badeunfälle in der Mosel. Rettungsschwimmer Niklas von der DLRG Schweich erklärt warum es gefährlich ist, in Flüssen zu schwimmen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Schweich warnt davor, in der Mosel zu schwimmen. Es gibt zwar kein generelles Badeverbot in der Mosel - aber es kann gefährlich sein darin zu schwimmen.

Pflanzen, Treibholz, Strömung

Schon wenn du rein ins Wasser willst, kann es Probleme geben. Niklas sagt, dass das Ufer oft stark von Pflanzen bewachsen sein könnte: "Darin kann man sich verheddern und es kostet sehr viel Kraft, sich aus diesen Pflanzen wieder zu befreien." Außerdem könnten in der Mosel häufig große Äste und Hölzer treiben - also: Verletzungsgefahr.

Auch die Strömung sollte man nicht unterschätzen, besonders in der Fahrrinne in der Mitte der Mosel. Auch plötzliche Temperaturunterschiede des Wasser könnten gefährlich werden: "Da kann man einen Kälteschock kriegen", erklärt Niklas. Auch Muskelkrämpfe sind möglich.

Achtung vor Schiffen und Brückenpfeilern

Die Mosel ist Hauptschifffahrtsstraße. Auf ihr fahren große Touristen- und Frachtschiffe. Laut Niklas erzeugen diese Schiffe mit ihrer Schraube einen Sog, der alles, was in der Nähe ist, anzieht. "Der Sog ist so stark, dass ich aus eigener Kraft nicht davon wegschwimmen kann", sagt er.

Aber auch die vielen Brückenpfeiler sollte man beachten und nicht versuchen, sich an ihnen festzuhalten oder sie anzuschwimmen. Denn die Pfeiler haben unter Wasser oft scharfe Ablagerungen, an denen man sich verletzten kann.