Fenris aus Trier ist Trans* (Foto: SWR)

vor Ort Trier Auf der Suche nach Identität - Fenris ist Trans*

Fenris ist Trans*. In seiner ersten Beziehung mit 14 Jahren merkt er, dass er sich nicht als Frau identifizieren kann. Er will als Mann leben.

Fenris ist Trans*. Er fühlt sich im falschen Körper geboren. In seiner ersten Beziehung mit 14 Jahren merkt er, dass er sich nicht als Frau identifizieren kann. Er will als Mann leben - damit beginnt sein Veränderungsprozess.

Gefangenen im eigenen Körper - wie Krieg mit dir selbst

Mit 16 Jahren beginnt Fenris, männliche Hormone zu nehmen. Sein Körper verändert sich. Seine Muskeln bauen sich auf, er bekommt einen Bart.

Es war im Prinzip eine zweite Pubertät für mich, aber halt dann eben die Richtige.

Fenris

Mobbingsprüche wie "Du wirst kein richtiger Mann sein, eben weil du Trans* bist" muss er sich öfter anhören. Dabei hat er schon genug mit sich selbst zu kämpfen. Im falschen Körper zu leben - für Fenris war das wie Krieg mit sich selbst.

Die Brustentfernung

Sein Mädchenname wird tabu. Er outet sich in der Schule. Lehrer und Klasse stehen hinter ihm. Aber er kämpft mit Gutachtern und Krankenkasse, damit er sich die Brüste entfernen lassen kann. Denn jeder, der Trans* ist, muss einen sogenannten Alltagstest machen und sich öffentlich als Mann - oder im umgekehrten Fall als Frau - zeigen. Für Fenris eine schwierige Sache:

Das ist für die Therapeuten wichtig, um zu sehen, ob die Person dann wirklich Trans* ist. Auf der anderen Seite ist es auch ein Unding, weil du ins offene Feuer geschmissen wirst.

Fenris

Fenris zieht es durch. Heute kann er seinen Körper ganz annehmen.

Du bist Trans*? Reden hilft, sagt Fenris!

Fenris empfiehlt jedem, der die Vermutung hat, Trans* zu sein, mit Leuten darüber zu reden. Heutzutage sei er so weit, sagen zu können, dass es egal ist, was andere Leute denken oder machen. Sein Tipp:

Geh einfach deinen Weg. Das ist wichtig!

Fenris