vor Ort Trier "Ich wusste, dass ich erfolgreich werde" - Die Story von Mortel

Rapper Mortel aus Trier war früher kriminell, hat Drogen verkauft und sich geprügelt. Heute ist er groß im Geschäft. Nach Songs mit Fler und Azad kommt jetzt sein erstes Album.

In Konz bei Trier hingen sie auf der Straße ab, dealten mit Drogen, schlugen sich und hielten die Polizei in Atem. Mortels Clique trieb sich bei einem Haus am Konzer Bahnhof herum. Von dort aus haben sie Gras, Ecstasy und Kokain verkauft. Und mit Waffen rumgeschossen.

Aber als er mit 15 in der Schule vor seinen Freunden verhaftet wird, weiß er, dass sich was ändern muss. Nur knapp entgeht er einer Haftstrafe. Mortel macht eine Lehre, kriegt Kinder - und stürzt sich voll in die Musik.

Ich bereue schon viele Sachen, aber viele Sachen haben auch zu dem geführt, was ich jetzt bin.

Seine kriminelle Vergangenheit gehört zu ihm - und zu seiner Musik. In seinen Songs rappt Mortel oft über Drogen und Gewalt. Ob diese Texte andere Jugendliche motivieren, auch kriminell zu werden? Das glaubt Mortel nicht. "Solche Texte gehören einfach zum Rap", sagt der 27-Jährige.

Mit der Zeit wird Mortel immer erfolgreicher: Nach Songs mit Rappern wie Fler, Sido und Azad bringt er im Juli sein Debut-Album "Arrivé" raus. Auch Haftbefehl wird auf der Platte zu hören sein.

Ich bin ehrgeizig. Ich wusste, dass ich erfolgreich werde - safe!