vor Ort Trier Katharina macht aus Trauben-Abfall schicke Lampen

Traubenkerne, Fruchtschalen und Stiele. Aus den Traubenresten, die andere wegwerfen, macht Katharina schicke Design-Objekte. Für die Idee wurde die 25-Jährige ausgezeichnet.

Untersetzer, Wandkacheln und Lampen. In Katharinas Wohnung findet sich Einiges, was die 25-Jährige selbst designt hat - aus Trester, also Traubenabfall. Für ihre Masterarbeit im Fach Design kam sie auf die Idee, Traubenreste wie Fruchtschalen, Kerne und Stiele zu edlen Kleinmöbeln zu pressen.

Ich fand es schön, einfach das zu nehmen, was einem zu Füßen liegt und was im Überfluss da ist. Auf der Suche nach dem Material bin ich dann über einen Tresterhaufen gestolpert.

Katharina tüftelt wochenlang

Ihre größte Herausforderung: Die Traubenreste so zu bearbeiten und zu pressen, dass sie zusammenhalten. Viele Wochen tüftelt sie im heimischen Fahrradkeller. Katharina probiert viel aus. Doch anfangs schimmeln oder bröseln die Objekte immer wieder.

Als es dann das erste Mal gehalten hat, war es ein wahnsinniges Gefühl. Man konnte es zuerst nicht glauben. Ich bin immer wieder gucken gegangen, ob es noch stabil ist. Das war ein Durchbruch!

Ausgezeichnete Idee

Mit ihrer Idee hat Katharina bereits zwei Preise gewonnen. 2017 hat sie den "Rheinland-Pfalz-Designpreis" abgeräumt. Außerdem wurde sie beim "Lucky Strike Junior Designer Award" geehrt - ein begehrter Nachwuchspreis in der Designszene.

Ihre Marke "tresta" hat sich Katharina patentieren lassen. Jetzt hofft die 25-Jährige, ihre Produkte irgendwann richtig produzieren zu können.

Es wäre der Wahnsinn, wenn es irgendwann nicht nur zwei, drei Prototypen wären, sondern eine Heimproduktion! Also dass man es als Handarbeit produzieren könnte oder sogar größer.