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vor Ort Trier Von der Leidenschaft zum Job: Céline ist Tätowiererin

Anfangs wurde sie belächelt. Einen Ausbildungsplatz hat sie als Frau erst gar nicht bekommen. Doch sie hat nicht aufgehört, für ihren Traum zu kämpfen. Jetzt hat Céline es geschafft.

Anfangs wurde sie belächelt. Einen Ausbildungsplatz hat sie als Frau erst gar nicht bekommen. Doch sie hat nicht aufgehört, für ihren Traum zu kämpfen. Jetzt hat Céline es geschafft: Sie ist Tätowiererin!

Mit der Nadel in der Hand hat Céline vor vier Jahren angefangen. Zuhause in ihrerer WG hat sie damals ihre Mitbewohner tätowiert - ohne Ausbildung oder ohne fachliche Kenntnisse. Die Utensilien dafür hat sie sich im Internet bestellt.

Irgendwann blieb es nicht mehr nur bei ihren Mitbewohnern. Sie hat angefangen, auch ihre Kommilitonen zu tätowieren.

Dafür, dass sie das zuhause gemacht hat, gab es aber auch einen Grund: Als sie sich damals in einem Tattoo-Studio bewerben wollte, wurde sie nur belächelt, hat keine Stelle gefunden.

Ach, du als Frau brauchst gar nicht anzufangen. Was hat die Jugend von heute für Flausen im Kopf.

Kommentar von damals

Aber sie hat trotzdem weitergemacht, hat sich davon nicht entmutigen lassen. Heute verdient sie ihr Geld mit ihrem Traum. Auch wenn es am Anfang hart für sie war, fühlt sie sich mittlerweile wohl.

Aber der Job birgt auch gewisse Herausforderungen, die nicht immer schön sind. Nachdem sie anfangs belächelt wurde, kommt es jetzt manchmal zu Anmachsprüchen. Das lässt Céline sich aber nicht gefallen und macht den Kunden klar: wer nicht aufhört, der geht und das sofort.

Ich bin immer noch ein Mensch und ich möchte auch wie ein Mensch behandelt werden.

Céline

Mittlerweile wird sie auch von ihren männlichen Kollegen akzeptiert und ist auch mit einigen befreundet.

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