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Oh no! Plötzlich setzt unterwegs die Periode ein. Was jetzt? Bisher musste die Freundin mit Tampons oder Binden aushelfen. Bald könnte es an Schulen oder öffentlichen Toiletten kostenlose Periodenartikel geben. In Freiburg und Trier wird das gerade diskutiert.

Fast alle menstruierende Menschen kennen diesen Schreck-Moment auf der Toilette: Man bekommt die Periode und hat nicht damit gerechnet und natürlich nichts dabei. Sehr unangenehm!

Möglichst unauffällig vertraut man sich einer Freundin oder Kollegin an und fragt nach Tampon oder Binde. Wenn man Glück hat, bekommt man etwas und wenn nicht... tja...

Bald kostenlose Periodenartikel?

Diese Situationen würde es nicht mehr geben, wenn es einfach auf allen öffentlichen Toiletten oder wenigstens an Schulen und Unis kostenlose Hygieneartikel gäbe. In den Stadträten in Trier und Freiburg wird das gerade diskutiert. Einige Politiker finden die Forderung in der Pandemie unpassend, weil sie für die Städte noch mehr Ausgaben bedeuten würde.

Mit kostenlosen Periodenartikeln soll das Tabu-Thema Menstruation grundsätzlich gebrochen werden. Und Menstruierende kommen nicht mehr in solche peinlichen Situationen.

Aus Scham nutzen Mädchen Zeitungspapier und Socken

Es geht aber auch um Menschen, die sich keine oder nur wenige Hygieneartikel leisten können - vor allem Obdachlose und HartzIV-Empfängerinnen. Man spricht hier von Perioden- oder Menstruationsarmut. Das kann zur Gefahr für die Gesundheit werden.

Aus Scham werden sie erfinderisch und nutzen Ersatzgegenstände wie Zeitungspapier, Socken oder T-Shirts. Das ist nicht nur unhygienisch, sondern nachweislich auch gesundheitsgefährdend.

Im HartzIV-Regelsatz sind rund 16 Euro für "Gesundheitspflege" vorgesehen. Eine Frau gibt etwa fünf Euro für Periodenartikel aus - da bleibt dann nicht mehr viel für Shampoo, Cremes und Kopfschmerztabletten.

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